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Shannonbridge

Shannonbridge liegt politisch gesehen an der sich spreizenden Grenze der drei Grafschaften: Offaly, Galway und Roscommon. Der Hauptanteil der Bevölkerung lebt jedoch auf der östlichen Seite der Brücke in der Grafschaft Offaly.


Esker Riada

Shannonbridge liegt neben einem Esker mit dem Namen „Esker Riada“. In der Vergangenheit war dieser Esker als „The King Road“ (die Königsstraße) oder auch als „The Pilgrims Path“ (der Pfad der Pilger) bekannt. Der Rücken dieses Esker verläuft von Galway bis nach Dublin. Esker sind Hügel oder Dämme, die aus Sand und Kies bestehen und die oftmals eine Höhe von 15 Metern erreichen konnten. Sie gehen über den Verlauf der ehemaligen Gletscherbäche, die der Richtung der zurückziehenden Eisfront folgten. Aufgrund ihrer porösen Eigenschaft sind sie trocken und infolgedessen bildeten sie einen festen Untergrund für die Menschen, die in der Vergangenheit dieses Land durchquerten.



Siehe auche: Os beziehungsweise Esker



Einleitung

Im Jahre 1755 beauftragten die „Commissioners of Ireland Navigation“ (Beauftragten der Schifffahrtswege von Irland) ihren Ingenieur Thomas Omer damit, den Fluss Shannon schiffbar zu machen.

Im Zuge dessen wurde dann auch die Brücke von Shannonbridge konstruiert. Allerdings stellten bis 1835 viele der alten Brücken aus Mauerwerk oder Holz am Shannon eine Behinderung des Verkehrs auf dem Fluss dar.

Thomas Rhodes, der im Jahr 1839 der Regelingenieur der Shannonkommissare war, entfernte aus diesem Grund den Kanal und die Schleuse, die Thomas Omer gebaut hatte. Er ließ eine neue gusseiserne Drehbrücke errichten. Diese Drehbrücke von Thomas Rhodes wurde Anfang 1845 fertig gestellt und für den Verkehr geöffnet. Da das Gewicht der Fahrzeuge, die die Brücke täglich passierten, ab den 1950er Jahren stetig stieg, stellte dies eine schwere Belastung der Brücke da und so wurde sie bald als unsicher betrachtet.

So entstand die Bailey-Behelfsbrücke oberhalb der Drehbrücke, die der „Commissioner of Public Work“ (der Beauftragte von Public Work) konstruierte. Diese Bailey-Behelfsbrücke blieb bis 1983 auf ihrer Position, als die ganze Brücke mit der Absicht, die bauliche Funktion, die Haltbarkeit und das Aussehen zu verbessern, erneut ausgebaut wurde. Das ganze Unternehmen kostete £650,000.


Verschiedene Brücken in der Geschichte von Shannonbridge.

Die von Thomas Rhodes konstruierte Drehbrücke konnte nur unter großen Schwierigkeiten abgebaut werden, da der Kran, der die Brücke entfernen sollte, beinahe in den Shannon gezogen wurde. Die Drehbrücke wurde jedoch nicht verschrottet, wie es sicher üblich gewesen wäre. Sie wurde am südlichen Anleger von Shannonbridge an Land beim Serviceblock wieder aufgebaut.


Die alte Drehbrücke beim Serviceblock von Shannonbridge.

Die interessanteste Besucherattraktion in Shannonbridge ist sicherlich die Befestigungsanlage, die sich in der Grafschaft Roscommon auf der anderen Seite des Shannons gleich bei der Brücke befindet.

Der Shannon wurde schon immer als natürliche Verteidigungslinie angesehen und so war der Fluss in den Kriegen, im Irland des 18. Jahrhunderts, ein wichtiges Element. Nach dem Ausbruch der Kampfhandlungen mit der französischen Republik im Jahre 1793 glaubte man, dass der Shannon abermals als Verteidigungslinie dienen könnte und so wurden die Übergangsstellen über den Shannon mit besseren Befestigungsanlagen versehen.

So entstanden zuerst Befestigungsanlagen entlang der Küste, der Shannonmündung und dem oberen Bereich des Shannons zwischen dem Lough Derg und dem Lough Ree. Vor allem wurden diese während der napoleonischen Periode zwischen 1803 und 1814 gebaut, um Irland gegen eine französische Landung zu schützen. Im Jahre 1893 wurde entschieden, auch Befestigungsanlagen entlang des mittleren Bereichs des Shannons bei Athlone, Shannonbridge, Banagher, Keelogue und Meelick zu errichten. An diesen Orten entstanden Geschützgruppen der Artillerie, die von Erdwällen umgeben wurden. Bis zum Sommer des Jahres 1840 wurden zwei Erdwälle auf der Roscommonseite der Brücke zusammen mit einer Geschützgruppe auf Lamb Island und zwei weiteren Geschützgruppen, die flussabwärts auf der Leinsterseite der Brücke lagen, erstellt.

Laut Paul M. Kerrigan, dem anerkannten Experten für Befestigungsanlagen des Shannons, wurde die heutige, sehr umfangreiche Befestigungsanlage aus Mauerwerk auf der Roscommonseite, die die früheren Erdarbeiten ersetzte, vermutlich um 1811/12 errichtet. Ebenfalls wurde während der Errichtungsphase eine Kaserne für eine Kompanie von Soldaten auf der südlichen Seite der Hauptstraße und ein Pulvermagazin weiter südlich gebaut.

Die Kasernen wurden am 01. August 1974 durch das „Office of Public Works“ (eine Behörde, die nicht nur für alle staatlichen Baumassnahmen, sondern auch für den Erhalt der nicht in Privatbesitz befindlichen Monumente verantwortliche ist) abgerissen und durch eine „Garda Station“ (Polizeistation) aus Fertigteilen ersetzt. Die Kosten von all diesen Arbeiten betrugen zu dieser Zeit £30,000. Heute befinden sich die Befestigungsanlagen in Privatbesitz.


Die Befestigungsanlage von Shannonbridge auf der westlichen Seite des Shannons.
Die Befestigungsanlage von Shannonbridge auf der westlichen Seite des Shannons.

Die Geschichte von Shannonbridge


Ein Panorama der östlichen Shannonseite von Shannonbridge.

Der Ort Shannonbridge erhielt seinen Namen aufgrund der Brücke, die die Grafschaft Offaly mit der Grafschaft Roscommon verbindet. Allgemein nimmt man an, dass der Ort vor der Errichtung der Brücke „Rachra“ hieß. Nach dem Bau der Brücke im Jahre 1757 wurde der Ort aber in Shannonbridge umbenannt.

Es wird gesagt, dass das Militär zunächst in der Nähe vom Friedhof „Temple Duff“ gleich südlich von „the Power Station“ (dem Kraftwerk) ein Dorf errichtete, das wohl folglich das „erste Shannonbridge“ war.

Der Name „Temple Duff“ ist möglicherweise eine anglisierte Version von „Tempaill Dei“ (Tempaill Dei = Church of God = Kirche Gottes). „Temple Duff“ diente, wie auch viele der anderen christlichen Orte, möglicherweise als eine Begräbnisstätte für nicht getaufte Kinder.

In dieser Gegend wurden die Spuren von vierzehn Häusern und die Überreste von einer Plattform beziehungsweise von Pfosten gefunden.

In den 1950er Jahren führte ein Grasrücken entlang der Mitte der Straße.

Das erste Büro von „Bord na Móna“ befand sich dort, wo man heute „Maisie’s Bar“ findet. Ursprünglich war das Büro nur mit drei Männern besetzt.

Bei Curleys Island, die Insel, die sich zwischen Shannonbridge und Clonmacnoise befindet, trifft man auf die legendäre Furt „Snamh da Ean“ (Snamh da Ean = Swim two Birds = schwimmen zwei Vögel). Hier war es, wo der missionierende St. Patrick den Shannon überquerte, um nach Connacht zu kommen und später befanden die Normannen die Furt als wichtig genug, um sie durch eine Festung bewachen zu lassen. Dementsprechend errichteten sie das große „Motte of Clonburren“ auf der Seite des Flusses, die zu der Grafschaft Roscommon gehört. Von dem „Motte of Clonburren“ hatten sie die Sicht auf das gerade fallende, erste christliche Nonnenkloster, von dem vermutet wird, dass es von St. Patrick gegründet worden war.


Die Befestigungsanlagen von Shannonbridge

Diese Befestigungsanlagen sind ein hervorragendes Beispiel für die Befestigungsanlagen der Artillerie des frühen 19. Jahrhunderts. Sie wurden nach dem 1778 Aufstand gebaut, um sich gegen eine weitere französische Invasion schützen zu können. Die Befestigungsanlagen von Shannonbridge waren ein Teil einer Linie von Befestigungsanlagen am Shannon. Sie waren alle so ausgerichtet, dass sie sich in Richtung Connaught verteidigen konnten, denn man nahm eine französische Landung an der Westküste an. Dieses war auch der Fall bei General Humberts Landung im nördlichen Mayo am Ende des 1778er Aufstandes.

Die Befestigungsanlage von Shannonbridge auf der östlichen Seite des Shannons.

Es gab beträchtliche Befestigungsanlagen im Westen von Athlone, die jedoch abgerissen wurden, um einem Wohnungsbauprojekt Platz zu machen, bei Banagher, zwei Geschützgruppen auf Inchereky Island und einen „Martello Tower“ bei Meelick mit drei Kanonen, der den späteren Towers von England (1808 – 1812) ähnlich sah.

Außerdem wurden zu dieser Zeit Geschützgruppen entlang der Shannonmündung gebaut. Diese befanden sich am nördlichen Ufer im Westen der Grafschaft Clare, bei Kilcredaun, Doonaha und Kilkerin, am südlichen Ufer des Shannon auf Carrig Island und Tarbert Island und in der Mitte der Shannonmündung auf Scattery Island.

Der Hauptteil der Befestigungsanlagen in Shannonbridge befand sich am westlichen Ufer des Flusses Shannon. Auf der östlichen Seite des Shannons lagen eine große Kaserne und zwei Geschützgruppen, die mit einem Erdwall umgeben waren. Auf der Insel Long Island auf der nördlichen Seite der Brücke befand sich eine weitere Geschützgruppe mit einem Erdwall beziehungsweise eine Kanonenstellung für mehrere Kanonen.

Die dauerhafte Befestigungsanlage, die am westlichen Ufer bestehen geblieben ist, fungierte als „Brückenkopf“ Befestigungsanlage. Die Straße von Shannonbridge führte durch die Verteidigungsanlage, wobei man am Anfang ein geschütztes Tor passieren musste.



Siehe auch: Brückenkopf



Im Westen befindet sich ein langer künstlicher Abhang beziehungsweise ein Glacis, der schräg nach oben verläuft, um die Hauptbefestigungsanlage beziehungsweise die Schanze zu verbergen. Ein trockener Graben trennt die Hauptbefestigungsanlage vom künstlichen Abhang. Die Hauptstrukturen und die Flanken vom Glacis sind mit Mauerwerk verkleidet.



Siehe auch: Glacis



An der Vorderseite der Schanze waren vier Kanonen, die Sprenggranaten abfeuerten, platziert. Bei den Kanonen handelte es sich höchstwahrscheinlich um 24 Pfund Kanonen, es könnten aber auch kurze Kanonen oder Haubitzen gewesen sein. Überreste von den Drehachsen und den halbrunden Schienen weisen darauf hin, dass die Geschütze auf verschiebbaren Plattformen montiert waren.

In der Mitte des Burggrabens der Hauptbefestigungsanlage befindet sich eine kleine Kasematte mit einem gewölbten Dach, die mit Schießscharten für Musketen ausgestattet ist und ein Caponnière. Weitere Schießscharten für Musketen schützen die Flanken des Caponnière.



Siehe auch: Kasematte




Siehe auch: Caponnière



Der gesamte Aufbau der Befestigungsanlage ist zur Achse der Brücke fast durchgängig symmetrisch. Auf dem Dach des Kasernenblockes der Befestigungsanlagen befanden sich drei Kanonen auf verschiebbaren Plattformen. Ihre Feuerlinie ging direkt entlang der Straße nach Ballinasloe. An der nördlichen Flanke der Anlage befand sich symmetrisch zum Kasernenblock eine kleine Geschützgruppe-Bewaffnung. Sie diente zur Verteidigung mit der Muskete.

Im „Parliamentary Gazetteer of Ireland“ (parlamentarischen Namensverzeichnis von Irland) von 1844 bis 1845 wird Shannonbridge wie folgt beschrieben:

„Shannonbridge, ein Ort und eine befestigte Militärstation…. „Das Brückenende auf der Roscommonseite wird von einer Militärvorrichtung belegt, welche ein „Tête de Pont“ (Tête de Pont = Brückenkopf) formt und im Stande war, eine ganze Garnison zu beherbergen. Die öffentliche Straße führte durch die Kasernen und die Befestigungsanlagen und passierte dann ein gut gesichertes Tor. Der daneben liegende Platz, der von den Kanonen der Befestigungsanlage verteidigt wurde, wurde auf der Connaughtseite durch eine vorgerückte Schanze auf einer Erhöhung nördlich der Landstraße geschützt“ „Die Befestigungsanlagen ähnelten denen von Banagher sehr, die Kasernen waren jedoch größer und die Geschützgruppen auffälliger. Bei Shannonbridge befindet sich einer von drei Übergängen über den Shannon, die zwei anderen befinden sich in Banagher und Athlone.“


Das Kraftwerk von Shannonbridge

Das Heizkraftwerk von Shannonbridge.

Das Kraftwerk gehört „The Power Generation Department of Electricity Supply Board (ESB), Ireland“ (ESB = Electricity Supply Board = Stromversorgungsunternehmen). Von der ESB wird es auch betrieben. Das heutige Werk wird in ein paar Jahren geschlossen und es wird dann durch ein neues „150 MW unit“ (150 MW Einheit; MW = Megawatt) Werk ersetzt. Dieses wird dann die neuste Torfverbrennungstechnologie benutzen.

Das bestehende Kraftwerk umfasst drei Strom produzierende Einheiten. Jede Einheit besitzt eigene Heizungskessel, Turbinen und Generatoren.

Die Einheit Eins wurde 1965 in Auftrag gegeben. Sie hat eine Kapazität von 40 Megawatt (MW).

Die Einheit Zwei, die 1976 in Auftrag gegeben wurde, hat ebenfalls eine Kapazität von 40 MW.

Die Einheit Drei wurde 1982 mit einer aktualisierten Technik in Auftrag gegeben. Sie hat eine Kapazität von 45 MW. Der spezielle Heizkessel für die Torfverbrennung wurde in Deutschland gefertigt. Dieser ähnelt denen, die für die Verbrennung von Braunkohle zur Verwendung kommen. Die Turbinen stammen vom technischen Betrieb Parsons aus England. Ein Betrieb, der von Charles Parsons aus dem nahegelegenen Parsonstown (dem heutigen Birr) gegründet wurde.

Das Kraftwerk verbrennt gemahlenen Torf, der aus den Mooren der Umgebung stammt. Diese Moore bedecken in den Grafschaften Offaly, Galway, Roscommon und Westmeath eine Fläche von 5.500 Hektar. Gemahlener Torf, der als Pulver angeliefert wird, unterscheidet sich von Torfsoden, die lokal zum Heizen der Häuser benutzt werden. Der Torf wird von „Bord na Móna“ gefördert und mittels einer Schmalspureisenbahn nach Shannonbridge transportiert (Bord na Móna = Torfbehörde; Behörde mit Verantwortung für den Abbau in den Torfmooren und die Vermarktung von Torfprodukten. Dabei betreibt man auch das größte Eisenbahnnetz der Insel, ein hauptsächlich zum Gütertransport genutztes Schmalspursystem).

Ungefähr eine Million Tonnen Torf gelangen so jährlich in das Kraftwerk. Der Torf hat einen Feuchtigkeitsgehalt von zwischen 40 Prozent und 65 Prozent. Dieser hängt von der Mischung und von den trockenen Bedingungen während des Sommers, der Erntejahreszeit, ab.


Berühmte Persönlichkeiten aus Shannonbridge


Michael McCann

Michael McCann lebte auf der Insel Lamb Island, die sich gleich flussaufwärts der Brücke befindet. Im jungen Alter von 23 Jahren wurde er Professor in Saint Jarlaths in Tuam. Die Schlachthymne „O’Donnell Abu“ wurde fast zur irischen Nationalhymne erwählt.


O’Donnell Abu
von Michael Joseph McCann
erste Veröffentlichung im Jahr 1843
1. 1.
Proudly the note of the trumpet is sounding Stolz klingt der Ruf der Trompeten
„Loudly the war cries arise on the gale;“ erheben sich die Kriegsschreie über den Sturm
Fleetly the steed by Lough Swilly is bounding, springt das Ross durch den Lough Swilly
To join the thick squadrons in Saimear's green vale. Um sich mit den starken Schwadronen im Saimear’s grünem Tal zu vereinen!
On, ev'ry mountaineer, Auf alle Bergbewohner
Strangers to fight and fear; Fremde flieht oder habt Angst,
Rush to the standard of dauntless Red Hugh! Eilt zur Flagge des unbezähmbaren Roten Hugh!
Bonnaught and Gallowglass, Söldner und fremde Soldaten,
„Throng from each mountain pass;“ drängen von jedem Bergpass,
„On for old Erin, „O'Donnell Abu!“ Vorwärts für alt Irland! O'Donnell Abu!
2. 2.
Princely O'Neill to our aid is advancing, Der fürstliche O’Neill zu unserer Hilfe kommt,
„With many a chieftain and warrior clan;“ mit manchen Häuptlingen und Kriegsclans,
A thousand proud steeds in his vanguard are prancing, Tausende stolze Rösser tänzeln in seinem Vortrab,
'Neath the borders brave from the banks of the Bann: Unterhalb der Grenzbewohner tapfer von den Ufern des Bann:
Many a heart shall quail, Viele Herzen sollten zittern,
„Under its coat of mail;“ „Unter ihren Kettenpanzern;“
Deeply the merciless foeman shall rue Zutiefst der gnadenlose Feind sollte bereuen
When on his ear shall ring, es klingen sollte an seinem Ohr,
Borne on the breeze's wing, getragen von den Schwingen der Brise,
„Tír Chonaill's dread war-cry, „O'Donnell Abu!“ Tír Connell’s fürchterlicher Kriegsschrei, „O’Donnell Abu!“
3. 3.
Wildly o'er Desmond the war-wolf is howling, über Desmond der Kriegswolf heulte,
Fearless the eagle sweeps over the plain, „Furchtlos schweben die Adler über die Ebene;“
The fox in the streets of the city is prowling - Der Fuchs streicht in den Straßen der Stadt umher -
All, all who would scare them are banished or slain! Alle, alle, die sie verängstigen wollten, wurden vertrieben oder getötet!
Grasp every stalwart hand Jede tapfere Hand packt
Hackbut and battle brand - und Kriegsschwerter -
„Pay them all back the debt so long due;“ „Zahlt ihnen alles zurück die Schuld war so lange fällig;“
Norris and Clifford well Norris und Clifford wohl
„Can of Tirconnell tell;“ „Können von Tirconnell erzählen;“
„Onward to glory - „O'Donnell Abu!“ Vorwärts für die Ehre – „O'Donnell Abu!“
4. 4.
Ruthless the ruin the foe is extending - Mitleidlos die Ruine, der Feind sich erstreckt -
Midnight is red with the plunderer's fires. Mitternacht ist rot durch die Feuer der Plünderer
On with O'Donnell, then, Auf mit O’Donnell, dann,
Fight the old fight again, Kämpft den alten Kampf erneut,
Sons of Tirconnell, Söhne von Tirconnell,
All valiant and true: Alle Tapferen und Treuen
Make the false Saxon feel Lasst die hochmütigen Sachsen fühlen
Erin's avenging steel Irlands rächendes Stahl
„Strike for your country! - „O'Donnell Abu!“ Schlagt zu für Euer Land! – „O’Donnell Abu!“


Paddy Belton

Paddy Belton wurde im „Lockhouse“ (Schleusenhaus) neben der Brücke geboren. Er wanderte nach Amerika aus und lebte in Kalifornien, wo er auch starb. Ein Werk von ihm ist „Memoires of Shannonbridge“.


Memories of Shannonbridge
By Frank Belton
From California's Queen by the Golden Gate Von Kaliforniens Königin durch die Golden Gate
„My thoughts go back to home;“ „Gehen meine Gedanken in die Heimat zurück;“
Where my happiest childhood days were spent Wo ich meine glückliche Kindheit verbracht habe
Beside old Shannon's shore. Neben dem Ufer des alten Shannon.
Methinks I hear the rustling waves Mich dünkt ich höre das Rauschen der Wellen
„As they break upon the strand;“ „Wenn sie am Strand brechen;“
I can see the grey old tower Ich kann den alten grauen Turm sehen
Above its waters stand. Der über dem Wasser steht.
And in the distance Clonmacnoise Und in der Ferne ist Clonmacnoise
Round pillars raised on high Rundtürme erstrecken sich in die Höhe
Guarding the memory of the dead Bewachen die Erinnerung der Todes
Of heroic days gone by. Von einem vergangenen heldenhaften Tag.
The old school house 'neath Price's Hill Das alte Schulhaus unterhalb Price’s Hill
With its genial Master Lane Mit dem freundlichen Schulmeister Lane
Moulding the minds of our youthful days Bildete den Verstand in unseren jungen Tage
With stern though gentle mien. Mit Strenge aber sanfter Miene.
High upon the Sally Port, Hoch an der Sally Port
„Potts Island comes into view;“ „Potts Island kommt in Sicht;“
The Beachnut Grove, the Magazine Beachnut Grove, das Lagerhaus
The Barrana all in hue. Barrana alles in einem Farbton.
And Lacks, the gathering place of mirth Und Lacks, ein Treffpunkt der Fröhlichkeit
„On a summer's afternoon;“ „An einem Sommerabend;“
To fish and swim and play the games Zum Fischen und Schwimmen und Spiele spielen
of youth that's fled too soon. Der Jugend, die so schnell vergeht.
The handball court, where rivals met Der Handballplatz, wo sich Rivalen treffen
„To test their manly skill;“ „Um ihr männliches Können zu testen;“
I can hear their cheers and laughter Ich kann ihren Beifall und ihr Lachen hören
Though many a voice is still. Aber manch eine Stimme ist still.
The lordly Shannon still flows on Der stolze Shannon fließt still weiter
„Thru valley, glen and dale;“ „Durch Mulden, Schluchten und Täler;“
And the whitecrest waves still seem to sing Und die Schaumkronen der Wellen scheinen zu singen immer noch
The songs of Granuaile. Die Lieder von Granuaile.
And now my reminiscence o'er Und nun sind meine Erinnerungen vorbei
„But thoughts will come again;“ „Aber Gedanken kommen immer wieder;“
Of that lovely Isle of Ireland An die wunderschöne Insel Irland
And my home town, Shannonbridge. Und meine Heimatstadt Shannonbridge.


George Bent war der Sohn eines britischen Offiziers. Bekannt war er ursprünglich unter dem Namen George Brendan Nolan. Er wurde am 15. März 1904 in Shannonbridge geboren. Er verbrachte einige Zeit mit „The Abbey Theatre“ in Dublin. Er wurde in den Irischen Aufstand verwickelt und er floh aufgrund eines auf ihn ausgesetzten Kopfgeldes nach Amerika.

In Amerika verbrachte er einige Zeit am Broadway bevor er den nächsten Schritt in Richtung Filmindustrie wagte und das war das aufstrebende Hollywood. Er war 6’1“ und er arbeitete für Warner zur gleichen Zeit wie James Cagney, Edward G. Robinson und Humphrey Bogart. Sein erster Film war 1931 „Rin Tin Tin“ und einige seiner besser bekannteren Filme waren: „Gold is Where You Find It” (1938), „Dark Victory and The Rains Came” (1939) „The Spiral Staircase” (1946) und „Death of a Scoundrel” (1956). Dies war auch sein letzter Film. Er trat allerdings noch in einigen Produktionen für das Fernsehen auf, wie zum Beispiel: „Fireside Theatre” und in einer Hauptrolle in „Wire Service”. In „Born Again“ (1978) hatte er seine letzte Rolle.

George Bent war mit Ruth Chatterton von 1932 bis 1934 verheiratet. Sie ließen sich scheiden.

Mit Constance Worth war er von 1937 bis 1937 verheiratet. Wieder endete die Ehe in einer Scheidung.

Seine nächste Ehe, die ebenfalls geschieden wurde, war mit Ann Sheridan von 1942 bis 1943.

George hatte einen Stiefbruder. Er hieß Legs Diamond. Er lebte ebenfalls in Hollywood und er wurde ein Gangster in der Gang von Al Capone in dem mit Alkoholverbot versehenen Chicago.


Shannonbridge ist auch die Heimat von einigen Musikern. Die berühmtesten sind Daithi Rua und Louise Killeen.


Daithi Rua

Daithi Rua (irisch Daithi Rua – red David – der rote David) ist ein irischer Musiker und Liederschreiber aus der Grafschaft Offaly. Von seinen musikalischen Eltern bekam er die Lieder von „The Dubliners“ und „Planxty“ zu „essen“. Später waren es die Gruppen wie „Fureys“, „Moving Hearts“ und in den 1980er Jahren war es die Gruppe „the Pogues“. Er schien nie genug von der Musik zu bekommen. Als Teenager sang er in der „Folk Band“ seiner Eltern und er machte sowohl in der Schule als auch in den lokalen Musikvereinen bei musikalischen Inszenierungen mit. Es war ihm also nicht fremd, die Bühnenbretter zu betreten.

So gewann er mehrere Talent- und Straßenmusikwettbewerbe.

Nachdem er die Schule verlassen hatte, begann er von seiner Musik zu leben und er fing an, Lieder zu schreiben.



Siehe auch: Homepage von Daithi Rua



Louise Kileen

Louise Killeen ist eine Sängerin und Liedertexterin aus Shannonbridge aus der Grafschaft Offaly.

Ihrem Vater gehörte in Shannonbridge ein charakteristisches Pub, in dem jeden Abend Livemusik gespielt wurde.

Sie hat vier Brüder und zwei Schwestern und jeder von ihnen hat eine starke Liebe zur Musik, die ihnen von ihren Eltern weitergegeben wurde.

Im Alter von 12 Jahren begann Louise Klavier und Gitarre zu spielen und im Alter von 19 Jahren befasste sie sich eingehend mit dem Schreiben von Liedern. Vier Jahre lang besuchte Louise die Universität von Limerick, an der sie „Public Administration“ (öffentliche Verwaltung) studierte. Im Hinterkopf hatte sie aber immer, dass sie dazu bestimmt war, eine musikalische Karriere einzuschlagen.

Nachdem sie einmal um Welt gereist war und ein Jahr lang Englisch unterrichtet hatte, verfolgt Louise heute ihren Traum und so widmet sie ihre ganze Zeit dem Schreiben und Performen von Liedern.



Siehe auch: Homepage von Louise Killeen



Fragen und Antworten


Wie hoch ist die durchschnittliche Bevölkerung von Shannonbridge?

Shannonbridge hat eine durchschnittliche Einwohnerzahl von 400 in der Stadt selbst, aber wenn man Clonmacnoise, die andere Hälfte der Gemeinde, hinzurechnet, dann wächst die Bevölkerung auf 700 an.


Ist die Bevölkerung jung oder alt?

Die Bevölkerung von Shannonbridge ist sehr gemischt. In den 1850er Jahren war Shannonbridge ein sterbender Ort. Es entwickelte sich allerdings durch die Eröffnung von „ESB“ (ESB = Electricity Supply Board = Stromversorgungsunternehmen) und „Bord na Móna“eine junge Einwohnerschaft (Bord na Móna = Torfbehörde; Behörde mit Verantwortung für den Abbau in den Torfmooren und die Vermarktung von Torfprodukten. Dabei betreibt man auch das größte Eisenbahnnetz der Insel, ein hauptsächlich zum Gütertransport genutztes Schmalspursystem). Viele der heutigen Arbeiter stammen ursprünglich nicht aus dieser Region, sie zogen hierher, nachdem sie von ESB und Bord na Móna eine Arbeitsstelle erhalten hatten. Nun befindet man sich auf dem Niveau, dass alle jungen Leute, die ihre Ausbildung beendet haben, den Ort verlassen müssen, um anderswo eine Arbeitsstelle zu finden. Durch die bevorstehende Schließung der ESB Station wird es immer schwieriger, Arbeitsstellen am Ort zu finden. In den letzten Wochen gab es jedoch Spekulationen, dass eine neue und verbesserte Station auf dem gleichen Gelände gebaut werden soll. Dieses wird dann wieder mehr Menschen in die Stadt ziehen und die bisherigen Bewohner zum Bleiben bewegen können.


Befinden sich in der Nähe von Shannonbridge Städte und wenn ja, wie weit sind sie entfernt?

Die nächstgelegenen Städte in der Umgebung von Shannonbridge sind das acht Meilen entfernte Ballinasloe, gefolgt von dem 16 Meilen entfernten Athlone und dem 26 Meilen entfernten Tullamore.


Haben diese Städte den Touristen von Shannonbridge viel zu bieten?

Diese Städte können den Besuchern von Shannonbridge einiges bieten. Ballinasloe verfügt zum Beispiel über einen fantastischen Golfplatz und bietet auch Einrichtungen am Ufer. Athlone wird als ein exzellentes Einkaufsviertel betrachtet. Die Stadt wird durch den Bau eine neuen Shoppingcenters und eines neuen Kinokomplexes weiter aufgewertet. Da Shannonbridge ein quirliges Nachtleben hat, kann der Ort jedoch möglicherweise nicht diejenigen versorgen, die einen ruhigen Abend in der Stadt verbringen wollen. Athlone und Ballinasloe bieten da jedoch Alternativen, wie zum Beispiel mit einem Besuch in einem Restaurant, mit Bowling und mit einem Kinobesuch, an.


Sollte Shannonbridge auch solche Einrichtungen anbieten, die man in diesen Städten finden kann?

Natürlich gibt es auch viele Dinge, die Shannonbridge unbedingt gebrauchen könnte, über die die anderen Städte schon längst verfügen.

Die Stadt hat zum Beispiel dringend einen Geldautomaten nötig, denn viele Touristen, die in Shannonbridge ankommen, erwarten hier vor Ort den Zugang zu einer Bank. Sie finden es nämlich sehr lästig, erst acht Meilen fahren zu müssen, um einen Geldautomaten in Ballinasloe benutzen zu müssen. Es gibt in Shannonbridge zwei Wechselstellen, die offizielle Bank öffnet jedoch nur an Donnerstagen von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr.

Außerdem gibt es einen starken Bedarf für ein Restaurant in Shannonbridge. Killeens Pub bietet Kneipenessen und der Pub Maisies bietet hochwertige Abendmahlzeiten an. Viele Touristen suchen jedoch nach dem Ambiente eines Restaurants und nicht nach dem Gedränge und der Hektik eines Pubs.

Augenblicklich gehört die Umwandlung der Befestigungsanlagen in ein Museum zu einem Projekt der einheimischen Wirtschaft. Auch wird die Möglichkeit für die Bereitstellung eines Restaurants mit voller Lizenz in Betracht gezogen


Gibt es in Shannonbridge öffentliche Verkehrsmittel??

Nein, in Shannonbridge gibt es keine öffentliche Verkehrsmittel. Es gibt keinen Bus-Service und öffentliche Verkehrsmittel aus dem Ort heraus. Es gibt einen Minibus-Service, welcher auch den einheimischen Schulbus übernimmt. Dieser Bus dient in der Saison auch den Touristen, die mit dem Boot über den Shannon nach Shannonbridge kommen. Dieser bringt sie dann zu vielen reizvollen Orten. In Ballinasloe gibt es einen fantastischen Bus-Service, dieser befindet sich aber acht Meilen entfernt. In Ballinasloe gibt es auch eine Anzahl von Taxiunternehmen und einen Bahnhof, von dem Züge zu den zwei Großstädten Dublin und Galway abfahren. Wenn man allerdings in Shannonbridge lebt, ist man leider auf das Auto angewiesen.


Was sind die letzten Touristenzahlen für diese Gegend? Ist es ein reines Saisongeschäft?

Die Saison, die normalerweise zwischen April und Oktober liegt, scheint sich allerdings jedes Jahr zu verlängern, denn viele Menschen nehmen auch schon im frühen Frühling oder im späten Herbst Urlaub, um diesen in Irland zu verbringen. Die alte Klosteranlage von Clonmacnoise wird von 100.000 Besuchern jedes Jahr besucht und diese Zahl wächst steigend an. Die „Bog Rail Tours“ (die Eisenbahntouren durch das Moor) verzeichnen 32.000 Besucher. Andere Attraktionen der Gegend sind zum Beispiel „An Dun Transport Museum“ mit 10.000 Besuchern, Birr Castle mit 32.000 Besuchern und Cloghan Castle mit 6.000 Besuchern. Auch diese Besucherzahlen steigen jedes Jahr an. Die Anzahl der Touristen, die durch Shannonbridge reisen, steigt ebenfalls ständig an. 1999 betrug die Zahl der Touristen zwischen 8.000 und 10.000. Einige von diesen Touristen befinden sich auf einem Tagesausflug, um an Angleraktivitäten teilzunehmen, während andere länger bleiben, um die Gegend erkunden zu können.


Wird die lokale Gemeinde durch den Tourismus gefördert?

Der Tourismus hat eine sehr positive Auswirkung auf die lokale Gemeinde. Aufgrund des Tourismusgeschäftes wurde der Anleger mit einem exzellenten Serviceblock versehen, in dem man Duschen und Toiletten vorfindet. Der Ort selbst hat durch einen Gemeindemitarbeiter, der sehr stolz auf seine Arbeit ist, ein sehr sauberes und gepflegtes Aussehen bekommen. In Shannonbridge gibt es ein gutes „Tidy Town Committee“ (Ausschuss für eine saubere Stadt), das die ganzen Grünflächen angelegt hat, die nun von den Touristen für ihre Picknicks benutzt werden können. Alle Anfahrtswege in die Stadt hinein wurden mit Blumenbeeten ausgestattet, die sehr gut gepflegt werden. Den B&B’s der Stadt geht es in der Tat sehr gut und einige sind schon für die Sommermonate ausgebucht. Die lokalen Geschäfte, Pubs und der Schnellimbiss leben sehr gut von dem Handel mit den Touristen, die durch die Stadt kommen. Der Tourismus fördert auch die Jugend der Gemeinschaft durch die vielen Jobs in den unterschiedlichen lokalen Unternehmen während der Sommermonate.


Welche Arten von Übernachtungsmöglichkeiten sind in dem Ort für die Besucher vorhanden?

Shannonbridge bietet den Touristen ausgezeichnete Unterkünfte und der Ort versorgt die Besucher mit allem was sie brauchen. Im Ort gibt es sieben hervorragende B&B’s, die sich gleich in der Nähe des Ortes befinden.

„The Ashbrook pet farm“ (der Ashbrook Streichel- Bauernhof) bieten einen Urlaub auf dem Bauernhof.

Im Ort gibt es drei Häuser für Selbstversorger, eins davon wurde mit vier Sternen ausgezeichnet. Und über dem lokalen Schnellimbiss gibt es mehrere Appartements für Selbstversorger.

Die Besitzer der B&B’s der Gegend bauen mit vielen ihrer Besucher eine hervorragende Gast-Gastgeber Beziehung auf. Ziemlich oft verbringen diese Gäste einen weiteren Urlaub wieder in der gleichen Unterkunft.


Wurden die lokalen Geschäfte ausgebaut, um mit dem Tourismus Geschäfte zu machen oder war der Tourismus der Grund der Erweiterungen?

Alle einheimischen Geschäfte konnten sich in den letzten paar Jahren verbessern und können so, aufgrund des Tourismus, eine größere Auswahl an Essen, Trinken und Delikatessen anbieten.

Drei der vier „Public Houses“ (Pubs = Gaststätten) des Ortes konnten in den letzten zehn Jahren ihre Räumlichkeiten vergrößern.

Im Jahre 1990 wurde Killeens Pub um das Doppelte der ursprünglichen Größe erweitert, um die steigende Anzahl der Gäste versorgen zu können, die im Wahrsten Sinne des Wortes aus der Tür geflossen waren.

Maisies, der Nachbarspub von Killeens Pub, erweiterte im Jahre 1996 ebenfalls seine Räumlichkeiten. Nun befindet sich im hinteren Teil des Pubs eine große Fläche für Auftritte von Life Bands und zum Tanzen.

Liuckers, der dritte Pub, wurde 1992 vergrößert. Dies ist der ruhigerere Pub des Ortes und er ist bekannt dafür, in Irland das billigste Pint Guinness auf der Karte zu haben.

Der lokale Schnellimbiss hat einen gänzlich neuen Look erhalten. Einst war er ein „hole in the wall“ (Loch in der Wand), jetzt wurde Chipper in eine komplett bestuhlte Schnellimbiss Verkaufstelle umgewandelt.

Augenblicklich ist ein neues Restaurant für Shannonbridge in Planung, um die immer steigende Zahl der Touristen versorgen zu können.


Hat die Entwicklung des Tourismus zu irgendwelchen bedeutenden physikalischen Veränderungen der Gegend geführt?

Der Verkehr, der durch Shannonbridge fließt, nimmt immer mehr zu. Im Juli und August fahren sehr viele Busse durch den Ort.

Aufgrund des wachsenden Verkehrsaufkommens nach Clonmacnoise wurde 1998 die Hauptstrecke zwischen Shannonbridge und Clonmacnoise gewaltig verbessert.

Die bedeutendste physikalische Veränderung in dieser Region dürfte der Anleger sein, der 1994 entstand. Dieser neue Anleger führte wiederum zu einem gewaltigen Anstieg der Boote, die an dem Anleger übernachten wollen. Es waren letztendlich so viele, dass Gespräche über eine Erweiterung des Anlegers stattfanden, um auch die vielen, neu hinzugekommenen Boote, die diesen Abschnitt des Shannon befuhren, beherbergen zu können. In den letzten Sommern mussten die Boote meist in Dreierpäckchen am Anleger festmachen. Ein hervorragender Serviceblock mit Duschen und Toiletten wurde gebaut, um der steigenden Anzahl von Booten gerecht zu werden.


Haben sich die Menschen aufgrund des Zusammenspiels von verschiedenartigen Kulturen verändert?

Die Menschen in dieser Gegend haben sich aufgrund des Tourismus nicht verändert. Die Einwohner des Ortes hatten schon immer eine entspannte Einstellung zu den Touristen. Sie erfreuen sich an den Treffen von verschiedenartigen Kulturen und sie knüpfen gerne Kontakte.

So lernen sie als ein Ergebnis des Tourismus nicht nur die weite Welt kennen, sondern können sie auch einschätzen. Die ganzen jungen Leute des Ortes sind gut ausgebildet und sie reisen auch gerne, so gibt es hier eigentlich nichts weiter zu berichten.


An welchen Aktivitäten kann der Besucher teilnehmen?

Die Besucher können an einem breitgefächerten Angebot an Aktivitäten teilnehmen. Das Angeln gehört bei hunderten von englischen Anglern, die jedes Jahr diesen Bereich besuchen, zu den Hauptvorzügen dieser Gegend. Diese Angler versuchen, jedes Jahr wieder zu kommen.

Das Wandern, welches zurzeit sehr populär ist, ist allerdings sehr schwierig ohne Wegerechte, jedoch wird an diesem Problem gearbeitet.

Wie schon vorher erwähnt, können Besucher in Ballinasloe Golfen oder Bowlen oder sie können auch in Athlone das Kino besuchen.

Ein Reitzentrum befindet sich sechs Meilen vom Ort entfernt. Das Reitzentrum bietet großartige, geführte Touren entlang des Ufers des Shannon an.

Das Nachtleben in der Gegend ist außergewöhnlich. Die Pubs sind während des Sommers jede Nacht gerammelt voll und viele Arten von Musik werden an sieben Abenden der Woche gespielt. Viele der Touristen kennen und lieben den einheimischen „craic“ (In Irish English, the word crack or craic means „fun, enjoyment, abandonment, or lighthearted mischief; often in the context of drinking or music = in Irisch-Englisch bedeutet das Wort crack oder craic; Spaß, Vergnügen, Hingabe oder fröhlicher Übermut meist in Zusammenhang mit Trinken oder Musik).

Beinahe alle Besucher dieses Landstrichs unternehmen einen Tagesausflug nach Clonmacnoise.

Der Bauernhof von Ashbrook ist ebenfalls wie auch die Eisenbahntour durch das Moor ein Ziel der Besucher.


Gibt es in Shannonbridge Familien oder Geschäfte die einzig und allein von dem Tourismus leben?

Kein Geschäft lebt einzig und allein von dem Handel mit den Touristen, jedoch wäre ohne diesen Handel mit den Touristen ihr Einkommen um einiges niedriger.


Werden die touristischen Einrichtungen in dieser Gegend von der Regierung oder irgendwelchen Fremdenverkehrsämter unterstützt?

Der Grafschaftsrat von Offaly förderte 1994 den Anleger.

Duchas förderte Clonmacnoise.

Die lokale Fördergruppe unterstützt das „Tourist Office“ (Fremdenverkehrsbüro), in dem sie Mittel von der Gemeinschaftsinitiative LEADER und der EEC (European Economic Community = Europäische Wirtschaftgemeinschaft, dem früheren Namen der European Community = Europäischen Gemeinschaft) beschafft.


Gibt es irgendwelche Festivals im Ort, die Besucher anlocken könnten?

Nicht wirklich, im September zieht der „St. Kierans pattern day” eine ansehnliche Menschenmenge an.

Angelwettkämpfen finden während des Jahres statt.

Kürzlich veranstaltete der Killeens Pub ein Jazzfestival.

Jedes Jahr ist Shannonbridge der Ort einer Bootsrallye und eine Oldtimerrallye hält ebenfalls jährlich im Ort.



Siehe auch: Der „Pattern Day“ im Old Irland



Dominiert die Land- oder die Forstwirtschaft die Landschaftsformen dieser Gegend?

Die Landwirtschaft ist die hauptsächliche Bodennutzung. In dieser Gegend gibt es nicht viel Forstwirtschaft. Die ganze Gegend besteht aus Moor, welches vom Bord na Mona genutzt wird.


Gibt es irgendeinen Tourismus, der auf Bauernhöfe basiert, in dieser Gegend?

Zwei Bauernhöfe sind sehr an den B&B’s beteiligt. Eines von den B&B’s, das allerdings kürzlich zugemacht wurde, hatte einen offenen Bauernhof.


Befinden sich viele Geschäfte im Familienbesitz und werden sie auch von den Familien geführt?

Alle Geschäfte des Ortes befinden sich im Privatbesitz, im Gegensatz zu vielen anderen Ländern, wo die Geschäfte sich im Allgemeinen im Besitz einer Firma befinden und auch von dieser geführt werden. Dies ist ein Ergebnis der mehr kulturellen und familienorientierten Stimmung Irlands.


Wie wird der Bereich den Touristen vermarktet?

Die Gegend wird meistens als ein Nebeneffekt von Clonmacnoise vermarktet. Die Bootsvermieter, wie zum Beispiel CarrickCraft, preisen den Ort an, um den Anreiz einer Bootsreise zu steigern. Das neue „Tourist Office“ (Fremdenverkehrsbüro) bewerkstelligt große Gegensätze, einerseits ist es eine Quelle von Informationen und anderseits ist es ein Haltepunkt, der vorher nicht vorhanden war. In den ersten drei Monaten gab es 4.500 Erkundigungen, die Ergebnisse davon wird man in der nächsten Saison sehen.

Dieses Jahr konnte eine niederländische Reiseagentur überzeugt werden, 400 Angler in das Gebiet, das sich zwischen Portumna und Shannonbridge erstreckt, zu bringen. Das war ein erster Schritt und ein wichtiger Auftrieb für die einheimischen Geschäfte.


Welches ist die Kundenzielgruppe?

Das Hauptgeschäft besteht aus der Flussschifffahrt und der Bootsvermietung. Die Touristen, die mit dem Boot nach Shannonbridge kommen, bleiben hier allerdings nur ein oder zwei Tage, da sie meist unter Zeitdruck stehen, da sie ihr Boot ja wieder abgeben müssen.

Der Verkehr auf der Straße ist ebenfalls sehr wichtig. Der zufällige Besucher mit dem Auto ist meist einer, der in der Gegend längerfristig verweilt.

Die Angler sind auch ein großer Markt für das Gebiet, da sie meist in einem Abstand von ein bis zwei Jahren wieder zum Angeln nach Irland kommen und dabei meist auch die gleiche Region besuchen.


Gibt es Agenturen, die die Stadt bewerben?

CarrickCraft und andere Bootsvermieter bewerben dieses Gebiet in ihrer Broschüre. Ein paar Informationen über Shannonbridge kann man auch im Internet unter „Offaly Tourism“ finden.


Wurden Bemühungen unternommen, um die natürliche Umgebung zu bewahren?

Ja, „The Irish Wildbird Conservancy“ (der irische Wildvogelschutz) steht an der Spitze der Naturschutzbemühungen. Er wird von lokalen Freiwilligen unterstützt. Dieser wurde zum Schutz des „Corncrake“ (Wachtelkönigs) eingerichtet. Die Anzahl der Wachtelkönigs war rapide gesunken. Waren es noch 1979 1300 Paare, so waren es 1996 nur noch 94 Paare. Dieser Rückgang wurde durch die steigende mechanisierte Landwirtschaft und das frühere Einbringen der Heuernte hervorgerufen Unterstützungen wurden den Landwirten gewährt, die versuchten, den Wildvogelschutz in der Art und Weise zu dienen, dass sie ihre Ernte so schnitten, dass das Überleben des Wachtelkönigs gesichert war. Bis jetzt waren die Landwirte immer sehr kooperativ.


Hat die Anwesenheit der „Power Station“ in dem Ort eine ungünstige Auswirkung auf den Tourismus?

Sobald die Besucher festgestellt hatten, dass es sich bei der „Power Station“ (dem Kraftwerk) nicht um ein Atomkraftwerk handelt, waren die meisten von ihnen von dem Kraftwerk fasziniert, besonders auch, weil es Torf verbrennt. Das Kraftwerk von Shannonbridge ist das größte Torfkraftwerk des Landes. Das Interesse an dem Kraftwerk ist groß und viele Besucher von Shannonbridge fragen nach einer geführten Tour, allerdings ist solch eine Tour aus Sicherheitsgründen nicht möglich.

Das „Tourist Office“ (Fremdenverkehrsbüro) hält Informationen über das Kraftwerk bereit und dort gibt es auch hervorragende Schautafeln und Broschüren. Die Sozialgeschichte ist für Ausländer sehr faszinierend, da das Kraftwerk sehr wichtig für die Wirtschaft ist und durch die Ankopplung an das „Bord na Mona“ sind ist es die Quellen vieler Arbeitsplätze in dieser Region (Bord na Móna = Torfbehörde; Behörde mit Verantwortung für den Abbau in den Torfmooren und die Vermarktung von Torfprodukten. Dabei betreibt man auch das größte Eisenbahnnetz der Insel, ein hauptsächlich zum Gütertransport genutztes Schmalspursystem).


Denken Sie, dass junge Leute für sich selbst eine Zukunft in dem Tourismusgewerbe sehen?

In dem Tourismusgewerbe auf jeden Fall, möglicherweise jedoch nicht in Shannonbridge. Die von Familien geführten Geschäfte legen die meisten der Märkte fest. In Shannonbridge stehen keine freien Plätze zur Verfügung. Es gibt jedoch großes Potential in B&Bs und in einem guten Restaurant.


Werden die Einheimischen aktiv in die Entwicklung des Tourismus miteinbezogen?

Ja, Shannonbridge ist sehr an den „Tidy Town’s Competition“ (Wettbewerbe um die sauberste Stadt) beteiligt. Ob alt, ob jung, jeder ist in Shannonbridge daran beteiligt. Jeden Sommer wird eine Schülermaßnahme festgelegt und das Hauptziel dieser Schülermaßnahme ist es, den Ort während der Sommermonate sauber und ordentlich zu halten. In den Monaten außerhalb der Saison kümmert man sich darum, ein paar von genau den gleichen Leuten zu gewinnen, die die Arbeit das ganze Jahr über erledigen können.




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