Shannon - Erne - Info

Hare Island (Inis Ainghin)

Hare Island beziehungsweise Inis Ainghin befindet sich in der Gemeinde von St. Marys, Athlone, der Baronie von Brawney, der katholischen Diözese von Ardnagh und Clonmacnoise und in der Grafschaft Westmeath. Die nächste Landmarke ist Coosan Point, ungefähr 800 Meter entfernt.

Einer von den größten „Eureka!“ (Heureka!) Momenten, in Bezug auf die Geschichtsschreibung vom Lough Ree und seinen Inseln, war sicherlich das Treffen zwischen Rose Killen, einer früheren Bewohnerin von Hare Island, und John O’Donovan im Jahre 1837.

Rose Killen, die von O’Donovan nach dem Namen der heiligen Quelle auf Hare Island gefragt wurde, antwortete ihm, dass sie niemals einen Namen für sie vernommen hätte, aber dass sie oftmals gesehen hätte, dass die Menschen bei ihr „Station“ machten. Als O’Donovan sie dann fragte, ob sie jemals einen alten Namen für die Insel gehört hätte, muss es in seinen Ohren wie Musik geklungen haben, als sie antwortete: „Inis Ainin“.

Für die Historiker war die Insel, zu der der Name „Inis Ainghin“, der in den Annalen auftaucht, eine lange Zeit lang eine Quelle der Verwirrung. Nun hatte O’Donovan jedoch das Rätsel endlich geknackt.

Der Name „Inis Ainghin“ taucht sowohl in verschieden Annalen, einschließlich „the Annals of the Four Master“ (die Annalen der vier Meister) und „the Annals of Clonmacnoise“ (die Annalen von Clonmacnoise), genauso wie in „the Latin and Irish lives of St. Ciaran“ (die lateinischen und irischen Lebenswege des heiligen Kiaran) auf.


St. Ciaran

Verschiedene Chroniken haben uns die Lebenswege von St. Ciaran geliefert, aber sie beinhalten verschiedene Unregelmäßigkeiten und Veränderungen in der Jahreszahl und dadurch können wir nicht bestimmt über sein Geburtsdatum und seinen Geburtsort sicher sein.

Man ist sich aber im Allgemeinen einig, dass er in der Grafschaft Roscommon als Sohn von Beoaidh und Darerca geboren wurde und dass sein Vater ein „Chariot-Maker“ (Streitwagenmacher) beziehungsweise ein Zimmermann von Beruf war.

In welchem Jahr er auch immer geboren wurde, bei seinem Todesjahr ist man sich im Allgemeinen sicher, dass es das Jahr 549 ist.

Er studierte unter den beiden größten Kirchenführer zu dieser Zeit: St. Finian of Clonard und St. Enda of Aran.

Während St. Ciaran unter St. Enda auf Inishmore, der größten der Aran-Inseln studierte, hatte Ciaran die Version von einem großen Baum, der im Zentrum von Irland angepflanzt wurde und dessen Zweige sich über das Land ausbreiteten und Myriaden von Vögeln ließen sich auf ihm nieder und sie trugen seine Früchte über das Land und über die See. St. Enda deutete diese Version für ihn.

„Der Baum bist Du selber“, sagte er, „und Deine Arbeit wird Früchte tragen und die werden sich überall in der Welt verteilen“, und mit diesen Worten ermutigte er Ciaran, zu den Midlands zurückzukehren, um dort sein eigenes Kloster zu gründen.

Ciaran verließ Aran und kam dann erst nach Scattery Island, an der Mündung des Flusses Shannon, wo er eine zeitlang mit St. Senan zusammenarbeitete.

Dann, als er seinen Weg weiter flussaufwärts fortsetzte, kam er zu „the great ford of Antiquity“ (der großen Furt der Antike), aus der später Athlone entstand. Als er seinen Weg nordwärts in Richtung Lough Ree und seiner Heimat fortführte, war er offensichtlich von der Schönheit von „Inis Ainghin“ höchst angetan.

Wie auch bei vielen anderen Darstellungen über das Leben des Heiligen, gibt es auch hier zwei verschiedene Darstellungen, wie St. Ciaran „Inis Ainghin“ erhielt. Die eine Geschichte aus „the Book of Navan“ (dem Buch von Navan) behauptet, dass er die Insel von Diarmuid, dem König von Irland, erhielt, während eine andere Quelle (das Leben von Ciaran, das „the Book of Lismore“ (das Buch von Lismore) enthält) aussagt, dass ein Priester namens Daniel , der von Gott erfüllt war, dem Allmächtigen und St. Ciaran „Inis Ainghin“, welche er besaß, auf unbegrenzte Dauer darbot.

Es gibt einen Teil einer Überlieferung, welcher in Bezug zu Ciarans Zeit auf Hare Island steht und von dem noch im 19. Jahrhundert in Athlone gesprochen wurde.

Es ist die Geschichte von „The Coosan robbers“ (die Räuber von Coosan).

Anscheinend gab Ciarans Vater ihm eine Kuh, um das Kloster mit Milch zu versorgen. St. Ciaran begleitete die Kuh von Roscommon nach Athlone, aber dann stand er dem folgerichtigen Albtraum gegenüber. Wie sollte er nur die Kuh auf die Insel herüberbringen. Er band das Tier auf dem Festland bei Coosan an, um Unterstützung zu holen. Aber als er zurückkehrte, um die Kuh abzuholen, stellte er fest, dass diese von „The Coosan robbers“ (den Räubern von Coosan) gestohlen worden war.


St. Ciaran auf „Inis Ainghin“

Zwei Geschichten, die aus „the Latin and Irish lives of St. Ciaran“ (die lateinischen und irischen Lebenswege des heiligen Kieran) stammen, wurden ein paar Mal wiedergegeben. Die folgende Version stammt von Fr. John O’Hanlons „Lives of the Irish Saints“ (die Lebenswege der irischen Heiligen):

„Während er auf „Inis Ainghin“ wohnte, hörte Ciaran eines Tages ein Geräusch im Hafen. Er sagte daraufhin zu den dortigen Brüdern:

„Geht und trefft dort Euren zukünftigen Abt“.

Als sie den Hafen erreichten, fanden sie nur einen heidnischen Jungen vor und das berichteten sie auch Ciaran.

„Nichtsdestoweniger“, antwortete er, „geht abermals zu ihm, da es mir durch seine Stimme offenbar wurde, dass er nach mir Euer nächster Abt sein wird“.

Sodann wurde der Junge zu Ciaran gebracht. Sein Name war Enna Mac-Hui-Laigsi. Er erhielt eine Tonsur und er studierte unter Ciaran. Er wurde ein heiliger Mann, in der Sicht Gottes bewundernswert und er folgte St. Ciaran als Abt auf Inis Ainghin“.

Die zweite Geschichte betrifft die Namensgebung vom „Gospel-Book Harbour“ (der Hafen des Evangelienbuches), ein Name, welcher in der „Ordnance Survey Map“ erscheint. Wie auch bei vielen anderen Geschichten über Ciaran, sorgt das Nacherzählen dieser Geschichte für weitere Verwirrungen, da in ihr ein anderer Nachfolger von St. Ciaran als Abt auf „Inis Ainghin“ genannt wird:

„Es passierte, dass Ciarans Evangelienbuch durch einen unachtsamen Bruder ins Wasser des Sees fiel. Dort blieb es für eine lange Zeit. An einem bestimmten Tag im Sommer gingen die Kühe ins Wasser und der Lederriemen des Buches blieb an dem Fuß eines der Tiere hängen, welches es dann völlig trocken ans Ufer brachte. Als man es öffnete, war kein einziger Buchstabe entstellt und hernach erhielt dieser Platz am Ufer den Namen „Port in Sosceoil“ beziehungsweise „Gospel Book Harbour“ (der Hafen des Evangelienbuches).

Ein gewisser Mann mit dem Namen Donnan kam von Corco-Baiscin zu St. Ciaran. Er war der Sohn eines Bruders von Senan, dem Sohn von Gergenn, während er und Senan die gleiche Mutter hatten.

Ciarab fragte ihn:

„Was wünschst Du oder warum bist Du gekommen?“

Er antwortete:

„Ich bin gekommen, um nach einem Ort zu streben, an dem ich bleiben und Gott dienen kann“.

Als Ciaran sich entschied, nach drei Jahren und drei Monaten auf Ainghin, die Insel zu verlassen, beabsichtigte er, dass Donnan sein Nachfolger sein sollte.

So ließ er nicht nur ihn, sondern auch Reliquiaren zurück, dazu gehörten: „Book of Gospels“ (das Buch des Evangeliums), welches aus dem See wieder aufgetaucht war, seine Glocke und seinen Vollmachtsinhaber Mael Odran.“

St. Ciaran verließ “Inis Ainghin und ging flussabwärts, um Clonmacnoise zu gründen, eines der größten Klöster von Irland, welches zusammen mit der Ausstrahlung von St. Ciaran und der Unterstützung der Könige schnell aufblühte.

Innerhalb eines Jahrhunderts nach seiner Gründung war Clonmacnoise international als eine Universitätsstadt bekannt, welche im hohen Maße als Zentrum für Künste, Lernen und Spiritualität respektiert wurde.


Die Hinweise in den Annalen

In den „Annals of the Four Masters“ (Annalen der vier Meister) findet man unter dem Jahr 894 nach Christus folgenden Eintrag:

„Eine Armee wurde von den „Connaughtmen“ (Männer von Connaught) nach Westmeath geführt. Inis Aingin war gottlos und ein Mann wurde auf ihrer Mitte tödlich verwundet. Hier gab es den Schrein von Ciaran und das Konzil der Älteren mit Cairbre Crom, dem Bischof von Cluain Mic Nois (Clonmacnoise). Am gleichen Tag erzielten bei Ath-Luain (Athlone) die Männer von Westmeath einen Sieg über die „Connaughtmen“ und eine Metzelei von Köpfen blieb hinter ihnen zurück“.

Die Insel befand sich lange in der „Paruchia“ von Clonmacnoise, aber die Anwesenheit des Bischoffs von Clonmacnoise auf der Insel im Jahre 894 nach Christus deutet darauf hin, dass das Kloster immer noch als sehr bedeutend angesehen wurde.

Es gibt einen weiteren Eintrag für das nachfolgende Jahr. Unter dem Jahr 895 steht geschrieben, dass Toichiuch von „Inis Ainghin“ gestorben ist. Toichiuch war vermutlich der Abt des Klosters zu dieser Zeit.

Die Insel wurde wiederholt geplündert. Laut den Annalen fanden die Überfälle in den Jahren 843, 894, 1087 und 1089 statt.

Für das Jahr 1087 findet man folgenden Eintrag in den Annalen:

„Die „Munstermen“ (Männer von Munster) kamen mit einer größeren Flotte auf den Fluss Synann und Loghrye und raubten und unternahmen Beutezüge in den Kirchen auf den Inseln des Sees. Der König von Connaught sah dies und ließ die seichten Stellen des Synann, die Adyrchreach und Rathkrae genannt wurden, blockieren, so dass es den Munstermen bei ihrer Rückkehr freistand, die genannten Übergänge zu passieren. Schließlich wurden sie zur Biegung bei Ath-Luain (Athlone) getrieben, wo sie von Donell Mcfflynn O’Melaghlin, dem König von Meath, überrascht wurden. Sie stellten sich darauf ganz unter dessen Schutz und übergaben alle ihre Schiffe, Lastkähne, Boote und Rüstungen, so dass er nach seinem Gutdünken darüber verfügen konnte. All dies nahm der König an und gab ihnen daraufhin sicheres Geleit, bis sie in ihrem Heimatort in Munster ankamen“.

Es sieht so aus, dass das frühe Kloster auf der Insel bis zum 12. Jahrhundert weitergeführt wurde.

Gwynn und Hadock sind der Meinung, dass es in der Zeit nach 1140 unter die Führung der Augustiner geriet.


Die Wikinger

Aufgrund der Entdeckung von zwei großen Wikingerhorten (Hort = Depotfund) auf Hare Island im Jahre 1802, kann man sicher davon ausgehen, dass diese Insel unter den Inseln war, die von den Wikinger während einer oder ihren beiden großen Zeitspannen der Besetzung des Lough Ree in Besitz genommen wurden.

Charles Vallancey schrieb im Jahr 1904 in Berichten, dass zwei Jahre vorher auf Hare Island ein Hort gefunden wurde, der folgendes enthielt:

„Zehn goldene Armreifen, eine Anzahl von silbernen Fußkettchen und einige Silberbarren.“

Diese Stücke befanden sich dann in dem Besitz von: „Mr. Delandre, Goldschmied, in der „Skinner Row, in Dublin.“ Er hatte sie „für 700£ und aufwärts erworben“.

Laut Professor J.A. Graham-Campbell von der Universität von London, der den Goldhort mit ungefähr 5 Kilo einschätzte, war „dieser Hort einzigartig in der westlichen Welt und er war einer von einer außergewöhnlichen Größe, der alle vorherigen Goldfunde dieser Zeitspanne übertraf.“

Der Marquis of Lansdowne erwarb die Goldantiquitäten in Dublin käuflich. Im Jahre 1812 wurden sie nach seinem Tod wieder zum Kauf angeboten, dieses Mal durch die Herren Rundel und Bridge, Silberschmiede aus der Ludgate Street in London. Zum Glück für uns hatte Vallancey von vier der zehn Armreifen Zeichnungen angefertigt, da es scheint, dass sie später eingeschmolzen wurden. Das ist wohl nicht besonders überraschend, wenn man sich einmal vorstellt, dass der eigentliche Wert des Horts auf „beinahe Tausend Guineas“ geschätzt wurde.

Von den bestehen gebliebenen, Beschreibungen weiß man, dass dieser Hort (Depotfund) von großer Bedeutung war.

Ein britischer Altertumsforscher beschreibt die Armreifen wie folgt:

„Einige von ihnen wurden bearbeitet. Sie zeigten Schlangenköpfe. Andere wurden mit fantasievollen Ornamenten verziert, die auf keinen Fall frei von Eleganz waren.“


Die Insel im Mittelalter

Nach dem Jahr 1185 wurde den Dillons, einer normannischen Familie, die die nächste Baronie von Kilkenny West inne hatten, gesagt, dass sie ein Kloster auf der Insel zu bauen hätten.

Vielleicht bauten sie das frühere Kloster wieder auf. Es scheint, dass die Überreste der Kirche, die bis heute auf der Insel bestehen blieb, Relikte von der Bebauung aus dem 12. Jahrhunderts sein könnten. Die noch übrig gebliebenen Reste beinhalten ein spät romanisches Kirchenschiff und Altarraum, umgeben von Spuren einer klösterlichen Einfassung und anderen Erdarbeiten.

Es gibt Hinweise, dass die Mönche von Hare Island in das Kloster auf Saints Island verlegt wurden.

Die Dillons waren scheinbar auch noch nach der Auflösung des Klosters weiterhin die Besitzer der Insel.

Sir James Dillon handelte im Jahre 1651 mit Sir Charles Coote, „Lord President“ von Connacht die Kapitulation von Athlone aus. Er selbst gab im Mai 1652 auf und verließ zusammen mit seiner Familie Hare Island. In dem folgenden Jahr wurde sein Anwesen konfisziert und er ging 1653 bis zur Restauration ins Exil nach Flandern.

In dem Parlament von 1661 wurde Athlone durch Ridgely Hatfield, einem Kaufmann aus Dublin, der Sheriff von Westmeath war, und Leutnant Arthur St. George vertreten. Beide waren ehemalige Commonwealth Befürworter. Bei der Cromwellianischen Ansiedelung bekam Hatfield Land zugesprochen, einschließlich Hare Island.

Im 18. Jahrhundert ging es von der Familie Hatfield zu einer Familie namens Hackett über. Die Familie Hackett verkaufte Hare Island wiederum an die Familie Handrock, eine von den zwei führenden Familien von Athlone, die ihren Sitz im Moydrum Castle hatten und eine Jagdhütte auf Hare Island besaßen.


Die Familie Duffy

Heute befindet sich Hare Island im Besitz der Familie Duffy. Diese Familie hat seit über 200 Jahren eine bedeutende Verbindung zur Insel. Sie stammen beinahe sicher von einem Connachter Zweig des Duffy Clans ab, welcher sein Territorium bei Lissonuffy (beziehungsweise Lissyduffy) in der Nähe von Strokestown in der Grafschaft Roscommon hatte. Sie waren Nachbarn von den Hanlys.

Einige von ihnen ließen sich auf den „Black Islands“ nieder.

Den dienlichsten Bericht, den man über diese Insel hat, stammt aus dem Jahre 1837 und er wurde von O’Donovan für seine “Ordnance Survey Letters of County Westmeath“ geschrieben. (Zu finden sind sie unter dem Link: http://www.from-ireland.net/books/west/placenames.htm#1)

„Gestern war ein herrlicher Tag. O’Conor und ich haben ein Boot in Athlone gemietet und wir ruderten in Richtung Lough Ree mit beträchtlicher Geschwindigkeit. Die Kulisse ist magisch, bedachtsam und friedlich, nur einzig Slieve Baane fügt der Szenerie etwas Erhabenheit hinzu.

Im Lough Ree befinden sich viele, sehr schönen Inseln, die in ihm spärlich verstreut liegen. Hier gibt es mal eine Gruppe, dort ist wieder nur eine einzelne Insel zu finden. Wir legen an Carbry’s Island an, um festzustellen, ob auf ihr etwas von altertümlichem Interesse zu finden ist und um in Erfahrung zu bringen, wenn es überhaupt möglich sein sollte, woher die Carbrys stammten, von denen diese Insel ihren Namen erhalten hat. Aber hier befindet sich nur ein Cottage, welches Mr. Naghtan gehört.

Von hier geht es nun weiter zu Hare Island, einer großen Insel (150 Acres), die mit einheimischen Nutzwald bewaldet ist und auf der sich ein reelles Haus (ein großes Cottage), welches Lord Castlemaine gehört, befindet. Zu mir selbst sprechend, bemerke ich, dass diese Insel für einen frühgeschichtlichen Heiligen so erheben gewesen sein musste, dass er sich auf ihr niedergelassen hat; lass uns versuchen, ob wir irgendeines der Bauwerke von ihren früheren, von Gott gesegneten Bewohnern entdecken können. Wir legen an und haben einen heftigen Eindruck von der Zivilisation von diesem Ort. Mrs. Duffy, welche zusammen mit ihrem Ehemann das Haus und die Insel hütet, zeigt uns als erstes eine kleine Kirche aus der urtümlichen Zeit, aber zusammen mit ihren Lanzettenfenstern ist sie sehr beschädigt. Ich frage Mrs. Duffy, wie lange sie schon auf der Insel lebt und sie antwortet mir: „40 Jahre“.


O’Donovan: „Haben sie jemals den Namen dieser Kirche gehört?
Mrs. Duffy: „Nein.“
O’Donovan: „Warum wird die Insel Hare Island genannt?“
Mrs. Duffy: „Aufgrund der Anzahl der Hasen und Karnickel, die auf der Insel lebten, aber heute gibt es auf ihr keine mehr.“
O’Donovan: „Wann hörte die Insel auf, ein Ort für Bestattungen zu sein?“
Mrs. Duffy: „Vor ungefähr hundert Jahren, so wie es die alten Leute sagen.“
O’Donovan: „Gibt es irgendeine heilige Quelle auf der Insel?“
Mrs. Duffy: „Hier ist es eine.“


Und dann geht sie mit uns zusammen zu dem Ort und zeigt sie uns. Sie befindet sich in der Nähe des Ufers und die heute herauf nahezu von Gehölzen und verrottenden Zweigen umgeben ist.


O’Donovan: „Hat diese Quelle irgendeinen Namen?“
Mrs. Duffy: „Nein.“
O’Donovan: „Woher wissen Sie, dass es eine heilige Quelle ist?“
Mrs. Duffy: „Als ich vor vierzig Jahren hierher gekommen bin, um hier zu leben, bemerkte ich Tücher, die an den Büschen um sie herum festgemacht waren. Eine alte Frau, die vor mir auf die Insel acht gegeben hat, sagte mir, dass ich das Wasser aus der Quelle nicht zum Waschen und Kochen von Kartoffeln nehmen darf, denn das ist eine heilige Quelle und es nicht angemessen ist, das Wasser aus ihr so zu benutzen.“
O’Donovan: „Ist die alte Frau noch am Leben?“
Mrs. Duffy: „Ja, das ist sie. Sie lebt in Cuarsen. Gleich gegenüber auf der anderen Seite des Wassers. Ihr Name ist Rose Killen.“
O’Donovan: „Glauben Sie, dass sie die alten Namen der Insel, der Kirche und der heiligen Quelle kennt?“
Mrs. Duffy: „Es ist sehr wahrscheinlich, dass sie sie kennt, da sie, und ich glaube auch ihr Vater, auf der Insel geboren worden sind. Sie spricht Irisch, was ich nicht kann.“


Frühchristliche Grabplatten

Bevor O’Donovan Hare Island verließ, erkundigte er sich nach der Existenz von irgendwelchen, mit einer Inschrift versehenen Steinen oder interessanten Artefakten auf der Insel. Mrs. Duffy erinnerte sich an solch einen mit einer Inschrift versehenen Stein, der frühere Gelehrte, die die Insel besichtigt hatten, verwirrt hatte. Sie hat den Stein schon eine zeitlang nicht gesehen, aber O’Donovan konnte in schlussendlich finden und eine Zeichnung von ihm anfertigen.

Heute wird der Stein schon seit vielen Jahren vermisst. Die Richtigkeit von O’Donovans Zeichnung wird allerdings von vielen neuzeitlichen Gelehrten in Frage gestellt, die eher dafür sind, dass die Zeichnung aus dem Jahr 1821 stammt und von George Petri erstellt wurde. Diese wurde dann in „Christian inscriptions in the Irish language“ veröffentlicht, welches 1873 von Margaret Stokes herausgegeben wurde.

Der Stein wurde im Brauchtum von Clonmacnoise behauen und er ist der Gruppe von Steinplatten zugehörig, auf denen wirksame kleine Kreuze innerhalb eines viereckigen Randes zu sehen sind.

Ein Exemplar einer solchen Steinplatte konnte ungefähr auf das Jahr 781 nach Christus zurückdatiert werden. Das verstärkt die Behauptung, dass es zwischen den beiden Zentren eine lange Verbindung gab. In der Tat weist die Anwesenheit dieses Steinen zusammen mit den Ruinen der kleinen Kirche auf ein stetiges Bestehen der klösterlichen Lebensform hin, von der ersten Gründung durch St. Ciaran im sechsten Jahrhundert bis zur Auflösung der Klöster zur Zeit von Henry VIII.

Die Inschrift des Kreuzes, wie sie von Petrie aufgeschrieben wurde, lautet: „Or ar Tuathcharan“ – die neuzeitliche Wissenschaft versagt aber bei der Identifizierung der Person, an die der Stein gedenken soll.


Lord Castlemaine: Hare Lodge

Im 19. Jahrhundert wurde die Insel weiterhin von der Duffy Familie bewohnt, die nun einem neuen Herrn, William Handcock, dem späteren Lord Castlemaine, diente.

William Handcock, ein Mitglied des Parlamentes für Athlone, besuchte 1799 ein öffentliches Diner in Dublin und sein Beitrag an der abendlichen Unterhaltung wurde sehr gut von Sir Jonah Barrington niedergeschrieben:

„Niemals war eine freundlichere, glücklichere Ansammlung von Männern von Rang, Ansehen und erwiesener Rechtschaffenheit zusammen in einem Raum, als bei dieser bemerkenswerten Gelegenheit. Die bewährten und erklärten Prinzipien eines jeden Mannes sind vermutlich unbeschreiblich, und sie sollten auf seine eigene Ehre und die Sicherheit seines Landes gelobt werden; Mr. Handcock, ein Mitglied des Parlamentes für Athlone, schien auffallend zu sein: er sprach derb, er brachte eine Anzahl von Anti-Union Trinksprüchen hervor, er schwur seine ewige Feindschaft auf eine sehr schändliche Weise, er versprach sich selbst Gott und den Menschen in äußerster Not standzuhalten, und seine Gefühle aufzuarbeiten und niederzuschreiben; er hatte ein Anti-Union Lied mit vielen Strophen komponiert, welches er selbst mit einem unbestimmten Refrain sang, um den Geist, den Grund und den Patriotismus des Treffens zu zelebrieren; dieses war zugegeben mehr als einst bei der Gruppe, und gegen Tag zieht er sich mit dem guten Namen des Wesens von 1799 zurück, der reinsten, unnachgiebigen Auflehnung von der Art und Weise, der er so aufrichtig widersteht.“

Seine Ergebenheit zu der Sache war kurzlebig. Ihm hatte sich der Vizekönig genähert, der, wenn er ihn nicht einfach nur bestechen konnte, bestrebt war, ihn zu überzeugen, dass seine Prinzipien untreu waren, sein Lied war aufrührerisch und dass seine kontinuierliche Auflehnung als Hochverrat enden könnte.

Barrington behauptet, dass William gewartet hatte, „bis der Adelstitel dem Bestechungsgeld hinzugefügt wurde, sein eigenes Gewissen war nicht stark genug, um diesem Honorar zu widerstehen, die Eitelkeit seiner Familie gierte nach dem Adelsstand.“

William war unschlüssig, aber schlussendlich ergab er sich der Aussicht auf Geld, Macht und Titel. Wie es Barrington schon zusammengefasst hat.

William „verfasste und sang Lieder gegen die Union im Jahr 1799, bei einem öffentlichen Diner der Opposition; und er verfasste und sang Lieder für die Union im Jahre 1800; als er einen Adelstitel erhalten hatte.“

Aus diesem Grund wurde er im Jahre 1812 für seine bisherige Unterstützung für die Union belohnt.

Er wurde in den Stand eines Barons erhoben und er trug ab da den Titel Lord Castlemaine.

Er entschloss sich bald dazu, ein neues Haus, das seinem Status entsprach, zu bauen. Er stellte den führenden Architekten Sir Richard Morris ein. Er sollte das Haus für ihn entwerfen.

Das neue Haus, Moydrum Castle, wurde 1814 fertig gestellt. Es war nur scheinbar im gotischen Stil erbaut worden, welcher dem Haus ein äußerliches Erscheinungsbild eines alten Castles gab, im Innern hatte es aber den Komfort eines Herrenhauses dieser Zeit.

Es scheint, dass der Architekt nach der Fertigstellung von Schloss Moydrum, nun von Lord Castlemaine beauftragt wurde, auch die Jagdhütte auf Hare Island zu entwerfen, welche eine ideale Rückzugsgelegenheit für ihn darstellte. Sie erlaubte es ihm, sich mit Fischen, Jagen und Bootsfahrten auf dem Lough Ree zu beschäftigen.

Der in Moate geborene gälische Gelehrte, Thomas O’Neill Russell, schrieb 1897 folgendes über Hare Island:

„Hare Island ist die schönste Insel im See. Sowohl vom Wasser als auch vom Land aus gesehen scheint sie aus massenhaften Blättern zu bestehen. Die Bäume wachsen auf ihr so dicht, dass sie ihre Zweige beinahe vollständig um die Insel herum ins Wasser eintauchen. Lord Castlemaine besitzt ein charmantes rustikales Cottage auf Hare Island, und der Vergnügungsbereich, welcher sich dem Cottage gleich anschließt, wurde mit viel Geschmack und großer Geschicklichkeit ausgelegt. Die Insel ist eine von den schönsten waldigen Refugien Europas“.

Die Architektur auf Hare Island unterscheidet sich erheblich von der auf irgendeiner anderen Insel im Lough Ree. Während nur verkümmerte Reste von ein oder zwei der altertümlichen Häuser bestehen blieben, sind die Hauptgebäude zwei zweistöckige Farmhäuser, die sich neben der Lodge von Lord Castlemaine auf der Insel befinden. Dieses sind schöne Häuser, die wahrscheinlich gebaut wurden, um der Dienerschaft eine Unterkunft zu bieten oder um für zusätzliche Unterkünfte für die Besucher zu sorgen.

Die Erstklassigkeit dieser Häuser wird allerdings von der traumhaften Lodge in den Schatten gestellt, welche, selbst in ihrem heutigen ärmlicheren Zustand, immer noch leicht die Besucher beeindrucken kann. Wenn man in den Ballsaal sieht, kann man sich ganz einfach die großen viktorianischen Abendgesellschaften vorstellen, die hier stattfanden und die von den Lords und Ladys und selbst von königlichen Personen besucht wurden.

Man weiß zum Beispiel, dass Ihre Königliche Hoheit Prinz George of Cambridge sich im Mai 1850 als Gast von Lord Castlemaine auf Hare Island aufhielt. Er hatte die Truppen in der Garnison inspiziert und nachdem er eine kurze Zeit in den Kasernen verbracht hatte, hatte er sich selbst höchst erfreut über die allgemeine Leistungsfähigkeit und das äußerliche Erscheinungsbild der Männer geäußert.

Anlässlich seines Besuches hatte man ihm eine Bittschrift durch die Mitglieder der „Athlone Town Commissioners“ (Stadtbeauftragten von Athlone) übergeben. Neben dem üblichen Rüschen und Spitzen beinhaltete diese Bittschrift Hinweise auf eine Angelegenheit, welche eine gewisse Angst in der Stadt verursachte. Der relevante Teil dieser Bittschrift lautet wie folgt:

„Wir erlauben uns, sehr hochachtungsvoll, Eurer Königlichen Hoheit das ängstliche Anliegen der Bewohner von Athlone und der Nachbarschaft mitzuteilen, dass die Garnison die kontinuierliche Kommandantur so wie ein militärischer Standort sein sollte, welches sie seit undenklichen Zeiten an war und dass Ihre Königliche Hoheit so gnädig sein würden, die Überlegenheit eines an Ort befindlichen Gefolges für die Stadt wiederherzustellen, von dem die Stadt in der letzten Zeit beraubt wurde. Unter diesen Umständen müssen wir um besondere Aufmerksamkeit Ihrer Königlichen Hoheit ersuchen, auf die Dominanz des Anspruches, welchen Athlone mehr als Kilkenny besitzt, inwieweit letztere Stadt einen Anteil des Gefolges von dieser Garnison entfernt hat und dass während die Distrikte von Dublin, Cork (oder der südliche Distrikt), Limerick, Kilkenny und Belfast jeweils einen ortsansässigen General haben, wurde Athlone, das Zentrum von Irland und vordem die Residenz von dem Befehls führenden General des westlichen Distriktes, ohne einen gelassen.“

Als der Prinz nicht auf die Bittschrift antwortete, entschlossen sich die Beauftragten der Stadt, ihr nachzugehen, indem sie eine Abordnung nach Hare Island schickten. Allerdings schaltete sich dann Lord Castlemaine ein und schrieb nachfolgendes an den Stadtschreiber:

„Ihre Königliche Hoheit glaubt, dass er nichts, was auch immer zu der militärischen Anordnung zu sagen hat, mit Respekt für den General und das Gefolge, welche aus Athlone entfernt wurden (diese Änderungen entstammten ganz und gar Ihrer Gnaden Oberbefehlshaber). Er sieht keinen Nutzen darin, die Abordnung zu empfangen und er bat mich dieses durch Sie den Beauftragten der Stadt zu verstehen zu geben.“

Hare Lodge wurde von Mark Bence-Jones wie folgt beschrieben:

„Es ist eine angenehme Mischform eines Cottage aus dem 19. Jahrhundert auf einer Insel im Lough Ree, das den Eindruck erweckt, eine Mischung aus den Überresten von verschiedenen, unterschiedlichen Häusern aus verschiedenen Stilen zu sein: ein klassisches Türfutter aus dem 18. Jahrhundert mit einem Giebel auf Säulen, gregorianisch gotische Fenster, ein zweiflügeliges Bogenfenster mit verbleiten Lichtern und eine Regentschaftsveranda mit schlanken Pfeilern aus Eisen unter der Dachrinne des Daches.“

Die folgende Beschreibung von „Lord’s Harbour“ auf Hare Island wurde von L.T.C. Rolt verfasst und in „Green and Silver“ 1949 veröffentlicht:

„… mit einer engen Einfahrt zwischen zwei massiven Steinmauern, war dieser Hafen eine Miniaturnachbildung der Häfen der Fischereibuchten von Cornwall. Wir fuhren ein und strandeten neben einem schwarzen Kahn, der augenscheinlich benutzt wurde, um den Viehbestand zu transportieren. Vom Wasser aus erscheint die Insel vollständig in dichtes Waldland gehüllt zu sein, aber als wir anlandeten entdeckten wir, dass die südliche Hälfte der Insel aus einer Auenlandschaft besteht, die durch einen engen Windschutzgürtel aus Bäumen bestehend beschirmt wird. Der Rasen war von einer herrlichen grünen Fülle und der Zustand der jungen Biester, die auf ihm grasten, bestätigten seine Qualität.“

Am 03. Juli 1921 erreichte zur Vergeltung für drei Häuser in Coosan, die von der Britischen Armee in Brand gesteckt wurden, eine Truppe von Republikanern Moydrum Castle. Die Republikaner befahlen sowohl Lady Castlemaine als auch ihren Töchtern sich anzuziehen und das Castle sofort zu verlassen.

Man erlaubte ihnen jedoch noch, etwas vom Familiensilber mitzunehmen, bevor sie das Castle in Brand steckten.

Aufgrund des Brandes von Moydrum Castle und der ungewissen politischen Situation, verließen die Handcocks ihr Moydrum Estate und fuhren weg. Hare Island ließen sie im Besitz der Familie Duffy, die zu gegebener Zeit die Inhaber der Insel wurden.


Hare Island und das 20. Jahrhundert

Während des ganzen 20. Jahrhunderts hindurch lebten Mitglieder der Familie Duffy hier und bestellten das Land.

Heute wird die Insel weiterhin von Noel Duffy bewirtschaftet und gepflegt, obwohl er auf dem Festland lebt.

Für eine Reihe von Menschen machte die Familie Duffy den Sommer über Kurzvermietungen. Unter denen, die ein Anwesen mieteten, war Seán MacBride S.C., der später den Friedensnobelpreis und den Lenin-Friedenspreis erhielt.

Mr. McBride und seine Familie verbrachten viele glückliche Sommer auf Hare Island, sie benutzten die Insel als Basis für ihre Aktivitäten mit dem Boot auf dem Lough Ree.

Zu anderen Zeiten bewohnten John und Betty Williams die Lodge und während ihrer Zeit in der Lodge hatte diese viele berühmte Besucher.

Betty Williams ist die Tochter von Harry Rice, dem Autor von „Thanks for the Memory“, eines der absolut bekanntesten Bücher des Shannon.

Harry Rice, ein Einheimischer aus Portarlington, war Doktor der Medizin, der in Indien mit der Britischen Armee gedient hatte.

Sean MacBride beschrieb ihn als „eine außergewöhnlich begabte Person – er war ein guter Arzt, ein Handwerker, ein Seemann, ein Schriftsteller und ein guter Kartograph“ und selbst diese Beschreibung wird seiner vollständigen Darstellung nicht gerecht.

Unter denen, die Hare Island in der Gesellschaft von Harry Rice besuchten, befand sich auch der Romanautor L.A.G. Strong (Leonard Alfred George Strong), der einen Abend damit verbrachte, sie mit seinen Erzählungen zu verzaubern.

Später verwendete er eine Geschichte von Rice als Grundlage für seinen Roman „The Light above the lake“ (Das Licht über dem See), welcher von Methuen 1958 herausgeben wurde.

In dem Buch „Irish Journal“ (Irisches Tagebuch) vom Literaturnobelpreisträger Heinrich Böll, behandelt der Autor in einem Kapitel seinen Besuch auf Hare Island.

In seinem Tagebuch greift er die Höhepunkte seiner Irlandbesuche in den Jahren 1954 und 1955 wieder auf.

Heinrich Böll besuchte Hare Island, da er einen Farbfilm aufnehmen wollte, in dem ein alter Inselbewohner, einer von den Duffys, der damals 88 Jahre alt war, einen kurzen Auftritt hatte.

Böll beschreibt:

„Wir kommen auf der Insel an, um den „alten Mann“ zu treffen, der erst sein Käppi anhob – sein Haar war weiß, flauschig und voll – und dann das Boot festmachte, wir sprangen ans Ufer und tauschten dann, uns gegenseitig anlächelnd, die üblichen Floskeln wie „lovely day“ – „nice day“ - „wonderful day“ aus, die höchst komplizierte Einfachheit einer Begrüßung in den Ländern, in denen das Wetter immer von den Regengöttern bedroht wird. Und sobald wir unsere Füße auf die kleine Insel gesetzt hatten, schien es Zeit zu sein, dass sich etwas wie ein starker Wirbel über unseren Köpfen zusammenbraute.“

Der Bootsmann, der Heinrich Böll und seinen Kameramann George nach Hare Island brachte, war kein anderer als Colonel Harry Rice, den Böll als eine Mischung aus Robinson Crusoe und Mephistopheles beschreibt.

Für jemanden, der eine wunderschöne poetische Würdigung von einer der Inseln des Lough Ree haben möchte, ist der Essay „A Small contribution to Occidental Mythology“ in dem „Irish Journal“ (Irisches Tagebuch) von Heinrich Böll ein absolutes Muss.

Eine andere Besucherin von Hare Island war die Künstlerin Pauline Bewick, die zusammen mit ihrer Freundin und Künstlerkollegin Lesley McWeeney, die Schwester von Harry Rice’s zweiter Frau Cynthia Rice, die Insel besuchte.

In Pauline Bewick's Erinnerungen blieb ebenfalls die Schönheit der Insel haften.



Siehe auch: http://www.paulinebewick.com/index-2.html



In den Jahren 1996/97 wurde eine Durchführbarkeitsstudie zusammen mit der Hilfe des „Heritage Council“ (staatlich geförderte, aber unabhängige Organsiation, die die Bewahrung des natürlichen und kulturellen Erbes Irlands zur Aufgabe hat) unternommen, um die Argumente für „Hare Island Millenium Athenaeum“ zu liefern – eine Mehrzweckstudienzentrum im Herzen der irischen Midlands.

Man hoffte, dass es:

„ein Zentrum des Lernens, der Besinnung, der Meditation, des Treffens, der Diskussion und der Entwicklung der individuellen Kreativität durch die visuellen Künste, der Wissenschaft, der Philosophie, des Naturschutzes und der Muße sein wird“.

All jene, die an diesem Projekt beteiligt waren, waren von dem Wert eines solchen Zentrums überzeugt. Allerdings konnten die nötigen Mittel nicht aufgebracht werden und so wurde dieses Projekt zurückgestellt. Vielleicht wird jemand dieses Projekt zu einem zukünftigen Datum wieder aufleben lassen und vielleicht investiert derjenige in dieses Konzept, welches vollkommen verträglich mit der Erhaltung und Bewahrung dieser einzigartigen Insel ist.


Hare Island: Flora und Fauna

Heute befindet sich die Insel im Privatbesitz.

Die Insel ist ein Zufluchtsort für wild lebende Tiere. Mit ihren überwiegenden Eichenwäldern und ihrer außergewöhnlich reichen Bodenfaun ist sie ein herrlicher natürlicher Lebensraum.

Exemplare von seltenen und ungewöhnlichen Pflanzen wurden auf der Insel gefunden, einschließlich der nachfolgend aufgeführten Pflanzen.

  • Schwertblättriges Waldvögelein (Cephalanthera longifolia)
  • Betonienkraut Ziest (Stachys officinalis)
  • Salbei-Gamander (Teucrium scordium)


Das Vogel-Leben, das in der Nähe von Hare Island aufgezeichnet wurde, umfasst auch folgende Vögel.


Die Insel rühmt sich auch mit einer gesunden Population von Schmetterlingen, auch der Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) befindet sich darunter.

Es ist ein großer, gelber Schmetterling, der entlang des Shannons reichlich vorkommt. Er legt seine Larven auf dem Kreuzdorn (Rhamnus) ab, aber in vielen Bereichen des Landes fehlt dieser mittlerweile, was während einer Exkursion in den Jahren 1976 und 1977 festgestellt wurde.


Panorama von Hare Island

Zitat aus: Lough Ree & Its Island; Sean Cahill, Gearoid O’Brien und Jimmy Casey; Three Counties Press Athlone; 2006; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga