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Ballinamore (Béal an Átha Mόir, die große Furt an der Mündung)

Quelle: Ballinamore, The Friendly Town, Town Walking Guide, Leitrim County Council; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga.

Die Stadt Ballinamore erhielt ihren Namen durch die Konstellation, dass sich hier die wichtigste Furt am Yellow River zwischen St John’s Lough und Garadice Lough, heute der Ballinamore und Ballyconnell Kanal, befand. Die Stadt in der Grafschaft Leitrim, am Fuße des „Sliabh an Iarainn“ (Iron Mountain) gelegen, geht zurück auf das Jahr 1621, auf eine Ansiedlung in Leitrim mit englischen und schottischen Siedlern. In dem Jahr 1621 wurden 600 Morgen Land an Sir Fenton Parsons übertragen, der sich verpflichten musste, eine Stadt aufzubauen. Das wahre Wachstum der Stadt fand während des 18. Jahrhunderts statt, erst als Ort einer gedeihenden Eisenhütte, bis ins Jahr 1750, dann als Handelsstadt. Ballinamore hatte jeden Dienstag einen Wochenmarkt und eine Anzahl von jährlichen Messen. Während des 19. Jahrhunderts veränderte sich die Stadt sehr wenig. Sie bestand aus einer kurzen Geschäftsstraße (der Main Street) und drei Seitenstraßen oder Gassen: der Kapellen Gasse (St Brigid’s Street), der Kirchgasse (Church Street) und der Pound Gasse. Die High Street war als Cannaboe bekannt.


Verschiedene Straßenschilder von Ballinamore.

Die Strecke der „Cavan and Leitrim Railway“.

Ballinamore machte, wie viele andere kleine Städte auch, einen ärmlichen Eindruck. Viel später erst, im 20. Jahrhundert, verfügte Ballinamore dank einer Gesellschaftsklasse über eine Auswahl von Geschäften: einen Küfer, einen Metzger, einen Drucker, eine Möbelfabrikation, eine Bäckerei, einen Grobschmied, eine Schneiderei, eine Wäscherei, einen Nagelschmied, einen Kutschenmacher und einen Steinmetz. Auch gab es Verkäufer und eine große Masse an freien Arbeitskräften.

Der Bau vom Ballinamore und Ballyconnell Kanal zwischen den Jahren 1845 und 1860 brachte der Stadt keine Firmenzeichen der „Cavan and Leitrim Railway“. wirtschaftlichen Veränderungen, da sich das Projekt als ein trauriger Fehlschlag herausstellte.

Erst die Öffnung der Cavan und Leitrim Eisenbahn, besser bekannt unter Narrow Gauge, schaffte den wirtschaftlichen Aufschwung. Mit der Arbeitskraft von mehr als 100 Mann brachte sie in ihrer ersten Zeit sehr viel Geld in die Stadt. Sie eröffnete die Messen und Märkte zum Norden und zu den Midlands hin, da der Transport, besonders für das Vieh, jetzt möglich war.

Zwischen 1900 und 1930 erhielt die Stadt ihr heutiges Aussehen. Die mit Stroh gedeckten Häuser verschwanden allmählich und die meisten der besseren Häuser wurden in dieser Zeit gebaut. Cannaboe dehnte sich bis zur Eisenbahnstation aus und wurde in die High Street umbenannt.

Die Schließung der Eisenbahn im Jahre 1959 verursachte den Verlust von mehr als 60 Arbeitsplätzen und war ein Schlag für die Wirtschaft der Stadt. Die Wirtschaft begann sich Mitte der sechziger Jahre wieder zu erholen. Eine staatliche Credit Union und ein jährliches Festival für die Emigranten wurden gegründet. Eine Anzahl von kleinen Betrieben wurde aufgebaut, der Landwirtschaft ging es gut und man begann die Gegend mit den vielen Seen für den Tourismus nutzbar zu machen.


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„The Courthouse“ (das Gerichtsgebäude)

Gegenüber der Kirche befindet sich das Gerichtsgebäude, das in den frühen 1830er Jahren erbaut wurde. Zusätzlich zu dem Gericht gab es ein Arbeitshaus und den Wohnbereich für den Aufseher des Arbeitshauses. Es ist das in der Stadt bekannteste Haus aus Granitstein.

Heute beherbergt es die Leitrim County Bibliothek, die eine herrliche Sammlung von Büchern, Zeitungen und Fotografien, die zu der Grafschaft thematisch passen, umfasst. Daneben liegt das „Leitrim Genealogy Centre“. Hier können sich Menschen, die eine Verbindung nach Irland haben, ihre Abstammung ausfindig machen lassen. Das Gerichtsgebäude beherbergt außerdem das Folk Museum, das gut bestückt ist, unter anderem mit einer großen Sammlung von Artefakten, die das Leben in der Grafschaft Leitrim in der Vergangenheit beschreiben.


Das „Courthouse“ (Gerichtsgebäude) von Ballinamore.

Das „Leitrim Genealogy Centre“ In Ballinamore .

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Das St. Felim’s College

Das St. Felim's College von Ballinamore.

Lässt man nun das Gerichtsgebäude links liegen und biegt links ab in Richtung Stadt, dann ist der zweite Stopp die frühere Ballinamore Eisenbahnstation, jetzt das St. Felim’s College. Die Cavan und Leitrim Eisenbahn mit einer Spurweite von drei Fuß, wurde zwischen 1885 und 1887 von der Cavan and Leitrim Light Railway Co. gebaut. Sie führte von Ballinamore, ihrem Hauptsitz, nach Dromod, wo sie mit der Midland Great Weston Railway, die von Sligo nach Mullingar führte, verbunden wurde und von Ballinamore nach Belturbet, wo sie mit der Great Northern verkettet wurde. Eine weitere Linie, bekannt als die „Tram“ führte an der öffentlichen Straße entlang nach Drumshanbo und von dort zu den Arigna Kohleminen.

Eine Tafel bei dem St. Felim's College von Ballinamore.

Die Cavan und Leitrim Eisenbahn überlebte als unabhängige Eisenbahngesellschaft bis 1925, dann wurde sie mit der Great Southern Railway Co. (GSR) verschmolzen. Und im Jahre 1945 fusionierte sie mit der Cόras Iompair Êireann (CIE). Sie überlebte mit Fracht und Kohletransporten. Ihre Jahre waren bis 1939 gezählt, aber der zweite Weltkrieg und somit die Nachfrage nach Kohle, gab ihr während des Krieges ein neues Leben bis in die frühen fünfziger Jahre. Im Jahre 1959 gab CIE ihre Schließung als Teil einer Rationalisierungsmaßnahme der irischen Eisenbahnen bekannt. Sie machte jedes Jahr ₤40.000 Verluste, die Erneuerung der Maschinen würde weitere ₤220.000 kosten. Nichts erinnert heute mehr an den Hauptsitz der Cavan und Leitrim Eisenbahn in Ballinamore, wenn man von den schmucken Ziegelsteingebäuden entlang der „Swanlinbar Road“ einmal absieht.

Sie waren früher einmal das Hauptbüro, das Warenlager und Teil eines Schuppens. Heute befinden sich hier die Klassenräume des St. Felim’s College. Nach der Schließung der Cavan und Leitrim Eisenbahn wurden die Gebäude in eine Privatschule für Jungen umgewandelt. Sie wurde später in St. Felim’s umbenannt, nach dem heiligen Schutzherrn der Diözese von Kilmore. Die Schule wurde 1962 eröffnet. Ein Teil des Rangierbahnhofs wurde durch das Leitrim County Council in einen öffentlichen Platz umgestaltet.



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Tráthnóna

Der Häuser-Komplex Tráthnóna in Ballinamore.


Eine Tafel vor dem Eingang zu dem Häuser-Komplex Tráthnóna in Ballinamore.

Weiter entlang der Straße Richtung Killeshandra befindet sich „Tráthnóna“ (Tráthnóna = Abendzeit). Es ist ein Häuser-Komplex, der für ältere Menschen von der „Ballinamore Conference of the St. Vincent de Paul Society“ gebaut wurde. Die Idee, die hinter dem Projekt steckt, ist die, dass die älteren Menschen, die in ländlicher Isolation leben, nun die Möglichkeit haben, in die Stadt in Wohnungen mit geringer Miete zu ziehen, wo sie in direkter Nachbarschaft ihre Kirche, ihren Arzt und ihre Geschäfte haben. Der Komplex wurde offiziell 1971 von Mr. Erskine Childers, dem Gesundheitsminister und späteren Präsidenten von Irland, eröffnet.












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„Moving down the Town“ (weiter in Richtung Stadt)

Diese Straße war als „Cannaboe“ bekannt. Sie besteht auf der linken Seite aus einer Reihe von kleinen, mit Stroh gedeckten Häusern, die ein oder zwei Räume besitzen.

Auf der anderen Seite des Gerichtsgebäudes befindet sich eine Grünfläche. In den Jahren 1910 und 1920 erhielt die Straße ihr heutiges Aussehen und bekam den Namen „High Street“.



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„St. Patrick’s Church“ (St. Patrick’s Kirche)

Die St. Patricks Church von Ballinamore.

Auf der „High Street“ befindet sich die katholische St. Patrick’s Kirche, die von Philip N. Shaffrey entworfen wurde und die im Jahre 1963 mit £68.623 von P. J. McLaughlin aus Longford gebaut wurde. Sie wurde auf dem ursprünglichen Gelände der Methodistischen Kirche von Ballinamore errichtet.

Eine Grabstein wurde in die Rückwand der St. Patrick’s Kirche eingelassen, dieser wird auch als St. Brigid’s Head bezeichnet. Jahrhundertelang lag er auf dem alten Friedhof von Oughteragh. Er war während der Reformation ein Teil des Mauerwerks der mittelalterlichen Kirche der Gemeinde von Oughteragh (Ballinamore). „St Brigid’s Head“ war Teil der Pilgerfahrt, die nach wie vor zum Fest der Heiligen an jedem ersten Februar auf dem Gelände abgehalten wird. Als die neue Kirche gebaut wurde, wurde der Stein entfernt und in die Wand der neuen Kirche integriert, er soll so ein Glied zwischen dem Alten und Neuen sein, Jahrhunderte zurückgehend.

Links von der St Patrick’s katholischen Kirche befindet sich die „North Western Health Board Clinic“. Das Gebäude befindet sich auf dem früheren Gelände der Schweinewiese. Nun biegt man nach links in die „St. Brigid’s Street“ ab, die früher „Chapel Lane“ (Kapellengasse) hieß, jetzt aber nach dem Schutzheiligen der Kirche benannt wurde.



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„Old St. Patrick’s Church“ (alte St. Patrick’s Kirche)

Ein Bild der ehemaligen Old St Patricks Church von Ballinamore.

Wenn man weiter entlang der „St. Brigid’s Street“ läuft, dann befindet sich auf der rechten Seite die alte St. Patrick’s Kirche. Sie wurde zwischen 1815 und 1820 gebaut.

Es war die erste katholische Kirche in der Stadt und sie ersetzte das Messehaus der Bauernschaft von Killadoagh, das sich außerhalb der Stadt befand. Die Kirche war ein schmales, rechteckiges Gebäude mit einem Lehmboden, keinen Zimmerdecken und keinen Einrichtungsgegenständen.

In den frühen 1850er Jahren wurde sie erweitert und in eine Kirche in Kreuzform umgewandelt.

Der Kirche wurden ein Kirchenschiff, eine Sakristei und ein Glockenstuhl hinzugefügt und sie wurde 1856 von Fr. Peter Curan wieder eingeweiht. Ein neuer Hochaltar wurde eingebaut, der noch heute in der St. Patrick’s Kirche zu sehen ist.

In der Sakristei ist heute die lateinische Schule untergebracht, die von einem in der Nähe gelegenen Gebäude hierhin umgezogen ist.

Heute befindet sich das Kirchengebäude im Besitz der Familie Conway. Die alte Kirche wurde 1960 von Mr. P. J. Reynolds gekauft und in einen Eisenwarenladen umgewandelt. Vor kurzem wurde die Kirche Reparaturen unterzogen, die ganz vorsichtig die Besonderheiten der alten Kirche mit ihren drei Galerien wiederherstellten.

Die Old St Patricks Church von Ballinamore.



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„St. Brigid’s co-operative Creamery“ (St. Brigid’s genossenschaftliche Molkerei)

Weiter entlang der „St. Brigid’s Street“ in Richtung von Carrigallen war früher auf der rechten Seite die St. Brigid’s genossenschaftliche Molkerei, die 1926 von einem unabhängigen lokalen Komitee gegründet wurde. Sie bediente bis 1950 die örtliche Milchindustrie, dann wurde sie von der „Killeshandra Co-Operative Society“ (Lakeland Dairies) übernommen.

Sie wurde 1990 aufgrund von Rationalisierungsmaßnahmen geschlossen. Die Molkerei wurde auf dem Gelände der Messewiese gebaut. Ursprünglich war die Messewiese auf der gegenüberliegenden Seite der Straße bis sie von der „Narrow Gauge Railway“ (Lokalbahn) durchschnitten wurde und so wurde sie auf die andere Straßenseite verlegt. Da es hier aber hügelig und nass war, wurde sie nicht gebraucht und so zog die Messe in die Straße um, wo sie bis zu ihrem Ende, im Jahr 1960, blieb.

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„Railway Gate House on level crossing“ (das Schrankenwärterhaus am Bahnübergang)

Wenn man sich jetzt rechts herum wendet, dann geht man entlang des Kanals in Richtung der früheren Strecke der Cavan und Leitrim Eisenbahn. Die Schritte führen einen zu dem ursprünglichen Kanalbecken, wo ein Gedenkstein an den Beginn der Instandsetzungsarbeiten des Ballinamore-Ballyconnell-Kanals (Shannon-Erne-Waterway) erinnert.

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„Market House“ (das Markthaus)

Zur Rechten, am Beginn der „Main Street“, wo sich jetzt der Tarpey’s Supermarkt befindet, stand das „Market House“ (das Markthaus), das 1847 von der hiesigen Landlady, Penelope Jones aus Maidstone aus Kent in England, als ein Geschenk für die Stadt gebaut wurde.

Es war eines der herrlichsten in der Grafschaft. Es hatte eine schöne Steinfront mit hohen Pfeilern und Eisengeländern, einen weitläufigen, gepflasterten Hof, eine Brückenwaage, eine Schlachtbank mit einer Wiegevorrichtung und ein sehr großes Lagerhaus. Eine Wohnung für den Aufpasser und eine Stadtuhr gab es hier auch. Es lag nahe am Kanal, der zu dieser Zeit gebaut wurde. Das Markthaus beherbergte den gewöhnlichen Markt an den Dienstagen und den Butter- und den Schweinemarkt.

In den 1950er Jahren ging der Markt zurück und das Markthaus wurde verkauft. 1960 wurde es abgerissen, um für eine Eisenhütte Platz zu machen. Heute befindet sich auf dem Gelände ein Supermarkt.

Zwei Türen von dem Tarpey’s Supermarkt entfernt liegt die frühere Ulster Bank, heute im Besitz der Familie Gannon. Zwischen dem Markthaus und dem Kanal kreuzte die Cavan und Leitrim Eisenbahn die Straße. Vier riesige Schranken schlossen die öffentliche Straße, während sie der Zug passierte.

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„The Community Centre“ (das Gemeindezentrum)

Nachdem man das „Market House“ (das Markthaus) hinter sich gelassen hat, sich dann links herum wendet und die Brücke in Richtung Carrick-on-Shannon passiert, befindet sich zur Linken das Gemeindezentrum, das 1925 als ein katholischer Saal gebaut wurde und den früheren Saal von 1914 auf dem gleichen Gelände ersetzte.

Das Community Centre von Ballinamore.



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„John Joe McGirl Memorial“ (John Joe McGirl Denkmal)

Gegenüber von dem Gemeindezentrum liegt das John Joe McGirl Denkmal, das von Robert Ballagh entworfen wurde. John Joe, 1921 in Drumany, Aughnasheelin geboren, war ein berühmtes Mitglied der „Irish Republican Movement“ (der Irisch-Republikanischen Bewegung) und er war in den 1980er Jahren Vizepräsident der Partei Provisional Sinn Féin. Er wurde 1957 ins „Dáil Eireann“ (Unterhaus des Parlamentes der Republik Irland) gewählt. Jedoch lehnte er es ab, in Übereinstimmung mit der Parteipolitik, den Sitz zu übernehmen.

Das John Joe McGirl Denkmal in Ballinamore.




Siehe auch: John Joe McGirl




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„Iron Works“ (Eisenhütte)

Gleich hinter dem John Joe McGirl Denkmal und auf dem Gelände der heutigen National School für Mädchen befand sich im frühen 18. Jahrhundert eine gedeihende Eisenhütte. Das Erz kam aus den nahen Iron Mountain (Sliabh an Iarainn) und zur Verhüttung wurde Holzkohle aus den ausgedehnten Wäldern, die sich bis heute in dieser Gegend befinden, verwendet. Als der Wald erschöpft war, wurde die Eisenhütte geschlossen. Castlefore, Drumshanbo und Swanlinbar hatten zur gleichen Zeit Eisengießereien.

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„Convent of Mercy“ (das Kloster der Barmherzigkeit)

Die barmherzigen Schwestern kamen am 21. November 1871 nach Ballinamore. Sie nahmen die ausgediente „Royal Irish Constabulary Station“ (Königlich-Irische Polizeistation) in Besitz. Als erstes eröffneten sie eine „Private School“ (Privatschule) und später übernahmen sie die Leitung an der „Primary School“ (Grundschule) für Mädchen und Kleinkinder.

Sie betrieben auch eine Spitzenmanufaktur, in der junge Mädchen für die Spitzenfertigung ausgebildet wurden.

Das heutige Kloster wurde 1916 von der Kelly Baugesellschaft aus Longford gebaut.

Im Jahre 1954 wurde Mean Scoil Fatima für Mädchen gegründet, hierbei handelt es sich um eine „Post-Primary School“ (eine Schule, die sich der Grundschule anschließt).

Die Seitenansicht von dem Convent of Mercy in Ballinamore Das Convent of Mercy in Ballinamore



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„Vocational School“ (die Berufsbildende Schule)

Weiter oben in Aghadark befindet sich die 1953 gebaute „Vocational School“ (die Berufsbildende Schule). Die erste Berufsbildende Schule wurde am 7. September 1941 in Ballinamore auf dem Grund und Boden von Mr. Francis Mc Avinia in der „Church Street“ eröffnet.

Die Vocational School von Ballinamore.



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„Marina“ (der Yachthafen)

Zur Linken, gerade hinter der National School für Mädchen, befindet sich eine Rampe, die zum Yachthafen führt. Der Yachthafen ist ein Gemeinschaftsprojekt, als Antwort auf die Wiedereröffnung des Shannon-Erne-Waterway. Der Hafen kann 30 Boote aufnehmen und er verfügt über moderne Einrichtungen an Land, die auch ein Kanucenter und Werkstätten beinhalten.

Hier befindet sich der Stützpunkt des Bootsvermieters Locaboat, der Penichetten für die Fahrt auf dem Shannon und Erne vermietet.

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„Along the Waterway“ (entlang des Wasserweges)

An diesem Punkt kehrt man um und geht zurück in Richtung Stadt. Auf der Seite des John Joe McGirl Denkmals befindet sich ein Tor zu einem Fußweg, der entlang des kürzlich rekonstruierten Waterway führt. Hier passiert man die Schleuse Nummer 6, eine der sechzehn Schleusen des Waterway.

Diese Schleusen wurden in einer feinfühligen Art und Weise wiederhergestellt, denn die ursprünglichen Steine kaschieren den massiven Stahlbeton. Die Schleusen werden automatisch mittels einer Smartcard bedient.

Überquert man die Fußgängerbrücke am Wehr, dann befindet sich zur Linken einer der vielen Ankerplätze am Waterway. Hier sind ein Parkplatz, ein Servicehäuschen, Toiletten und eine Infotafel. Eine Gedenktafel, die sich in der Nähe des Parkplatzes befindet, stellt die offizielle Öffnung des Waterway dar.

Der Anleger am Weir in Ballinamore. Die Gedenktafel, die sich in der Nähe des Parkplatzes beim Anleger am Weir befindet, stellt die offizielle Öffnung des Waterway dar.




Siehe auch: Liegeplätze in Ballinamore



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„Ballinamore-Ballyconnell Canal“ (der Ballinamore-Ballyconnell Kanal)

Der Kanal heißt heute Shannon-Erne-Waterway. Die Möglichkeit, den Erne mittels eines Kanals mit dem Shannon zu verbinden, wurde das erste Mal 1793 angeregt. Das Projekt erhielt schließlich 1847 die Genehmigung, teils für die Entwässerung, teils wegen der Schifffahrt und teils, um zu den Zeiten der Hungersnot für Arbeit sorgen zu können. Vom Lough Scur aus, der Wasserscheide des Flusses, wurde der Erne bis Caroul kanalisiert, vom St. John’s Lough bis zum Garadice Lough folgt er dem Yellow River, der in dem Sliabh an Iarainn Mountain entspringt. Aus diesem Grund sind alle Schleusen in diesem Kanal im Gegensatz zu denen auf dem stillen Wasserkanal zwischen dem Lough Scur und dem Shannon bei Leitrim, mit einer Überstromleitung (Bypass) und einer Fischtreppe ausgestattet.

Die schönen Schleusen des Kanals, sechzehn im Ganzen, sind aus Stein, und genauso wie die wunderschönen Brücken des Kanals, die zwischen 1849 und 1856 errichtet wurden, wurden sie alle bei den jüngsten Restaurierungsarbeiten sehr gut erhalten.

Im Jahre 1860 war die offizielle Übergabe an die zwei unabhängigen Behörden „Ballinamore and Ballyconnell Navigation“ und „Ballyconnell Drainage Board“.

Der Bau des Kanals dauerte 14 Jahre und kostete ₤247.222.

Als Projekt für die Schifffahrt war er ein kompletter Reinfall. Er wurde nie richtig fertig, da er ein konstantes Ausbaggern benötigte, verursacht durch die ständige Verschlammung und einstürzende Ufer.

Als Projekt für die Entwässerung war er ein bisschen erfolgreicher. Er entwässerte einige 60.000 Morgen Moor und niedrig gelegenes Land, das von gelegentlichen Überschwemmungen betroffen war, 1.500 Morgen allein im Gebiet von Ballinamore.

Der Kanal verfügte nicht über den Schiffsverkehr, der seine Wartung rechtfertigte, denn nur zwischen acht und zwölf Boote haben ihn in dieser Zeit jemals benutzt und so wurden nur ₤18 an Gebühren eingenommen. Er wurde allmählich dem Verfall überlassen, das wiederum eine Überschwemmung der Bereiche verursachte, die vorher von ihm entwässert wurden.

Im Jahre 1984 wurde der Kanal nach einer vierjährigen Restaurierung wiedereröffnet. Die Restaurierungsarbeiten kosteten ungefähr 30 Millionen Pfund, die von der EU-Gemeinschaftsinitiative INTERREG übernommen wurden, einer Initiative für die Entwicklung von Randregionen.



Siehe auch:
Karten zum Shannon-Erne-Waterway findet man unter folgende Links:



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Weiter geht es in die Gegenrichtung

Verlässt man den Anleger und wendet man sich dann rechts herum in Richtung Stadt, läuft man wieder entlang der ehemaligen Strecke der Narrow Gauge Railway Line. Nun wendet man sich nach links in die „Main Street“.

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„Church of Ireland“ (die Kirche von Irland)

Geht man nun entlang der „Main Street“ und biegt dann links in die „Church Street“ ab (vorher unter „Church Lane“ bekannt), dann sieht man die „Church of Ireland“ (Kirche von Irland).

Sie ist das älteste Gebäude in der Stadt und wurde 1780 errichtet.

In ihrer Nähe befindet sich die Oughteragh (Church of Ireland) Gemeinde Schule.

Hinweisschild der "Church of Ireland" in Ballinamore.

Die "Church of Ireland" in Ballinamore.



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„Allied Irish Bank Building“ (das AIB Gebäude)

Kommt man nun zurück über die „Church Street“ zur „Main Street“, dann liegt zur Linken die Allied Irish Bank (AIB).

Sie wurde auf dem Gelände gebaut, wo sich vorher das Eisenbahn Hotel von der Familie Magauran befand.

Eine Gedenktafel am Giebel der Bank beschreibt die Stelle, an der die Zweigstelle der Gaelic Athletic Association am 31. Januar 1889 gegründet wurde.

Der GAA Club wurde nach William O’Brien, dem irischen Patrioten, benannt, der zu dieser Zeit in Clonmel, wegen seines Anteils an dem Feldzug gegen die Wuchermieten und die Vertreibung durch die Grundherren, im Gefängnis saß. Dort weigerte er sich die Gefängniskleidung zu tragen. Der GAA Club, nun unter Sean O’Heslins, einem einheimischen Grundschullehrer, hat der Jugend der Stadt seitdem gedient.



Das Gebäude der AIB Bank in Ballinamore. Die Gedenktafel der GAA an dem Gebäude der AIB Bank in Ballinamore.



Nun kommt man zurück zum Gericht, dem Startpunkt der Stadtführung.


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