Shannon - Erne - Info

Lusty Beg Island

Der Name Lusty Beg ist eine Ableitung aus dem Gälischen für „small and fertile“ (schmal und fruchtbar). Vor kurzem war die Schreibweise von „Lusty Beg“ noch „Lusteabeg“.

Die nächste Insel hat den Namen Lusty More. Dies ist eine Ableitung aus dem Gälischen für „small and fertile“ (groß und fruchtbar).

Lusty More Island war in der Vergangenheit mit Lusty Beg Island durch einen Damm verbunden. Tatsächlich ist es bei einem niedrigen Wasserpegel manchmal noch möglich, zu Fuß von Lusty Beg Island nach Lusty More Island herüber zu waten.

Letztere Insel ist heute ein Vogelschutzgebiet. Es wird behauptet, dass hier in der jüngsten Zeit die zweite Figur von Boa Island ausgegraben wurde. Allerdings gibt es immer noch etwas Verwirrung darüber, woher die Figur ursprünglich stammte, entweder von Boa Island oder von Lusty Beg.

Sowohl von Lusty Beg als auch von Lusty More wird gesagt, dass sie in der frühgeschichtlichen Zeit von Mönchen bestellt wurden. Es ist überliefert, dass einst drei Inseln Lusty Beg bildeten und dass die Mönche, Irlands Pioniere der Landwirtschaft, Erde zwischen den sehr kleinen Inseln auffüllten, um eine Insel von angemessener Größe zu erhalten.

Einige niedrige Erd- und Steindämme könnten die Überreste einer früheren Klostersiedlung am nördlichen Ufer der Insel sein.

Purgatory Island auf der Karte

Es gibt westlich von Lusty Beg „Purgatory Island“ (Purgatoriumsinsel beziehungsweise Fegefeuerinsel), welche ein Ort des Rückzugs und der Buße zu den Zeiten der Mönche war. Dieser Ort wurde von ihnen selbst oder von Pilgern aus dem Kloster von Saint Island von dem nahegelegenen Lough Derg besucht.

Es gibt auf der Insel Ruinen von einem Getreideofen, mit dem man das Getreide getrocknet hatte. Dieser musste auch das Getreide für Boa Island getrocknet haben, da es auf dieser Insel nicht genügend Getreide gab, um den Ofen voll auszulasten. Der reichliche Holzvorrat der Insel war wahrscheinlich der Grund für den Ort des Ofens auf Lusty Beg Island. Eine große Menge des Getreides, das hier getrocknet wurde, fand seinen späteren Nutzen in der Herstellung der verbotenen Spirituose Pooteen (Pooteen = schwarzgebrannter Whisky).

Eine Felsengruppe, die sich auf dem westlichen Ende der Insel befindet, bildet einen großen Sitz oder Thron und es liegt nahe, dass es der Sitz von Maguire war, von wo er die Pacht von den einheimischen Clanmitgliedern entgegennahm.

Es gibt 20 interessante, fossile, prähistorische Fußabdrücke von Tieren am Südufer der Insel (hinter den Lodges). Heute sind sie nur bei einem ganz niedrigen Wasserpegel sichtbar.

Ungefähr eine Meile südlich von Lusty Beg Island ist der tiefste Punkt des Lower Lough Erne. Gemessen wurde er in den 1940er Jahren mit 208 Fuß = 63,39 Meter (1 Fuß = 30,48 cm).

(Anmerkung von Inga: Die mittlere Tiefe der Ostsee beträgt 52 Meter. An wenigen Stellen wird sie maximal 450 Meter tief. Nur so zum Vergleich.)

Aus geschichtlicher Sicht gesehen, waren die meisten der größeren Inseln des Lough Erne bewohnt. Zum einen boten die Inseln nicht nur für die Bewohner, sondern auch für das Getreide und den Viehbestand der Bewohner mehr Sicherheit und zweitens führte der Haupttransportweg für die Vorräte und für das Vieh, obwohl die Siedlungen größtenteils Selbstversorger waren, über das Wasser, da das Land zu dieser Zeit sehr dicht bewaldet war.

Während des späten 19. Jahrhunderts war Lusty Beg Island das Zuhause von Richard Allingham, der Bruder von William Allingham, der Dichter von Ballyshannon. Sein Cottage, das unter dem Namen „Ned’s Cottage“ bekannt ist, wurde jetzt restauriert und beherbergt die mit Stroh gedeckten Seminarräume neben der Marina.


Ned's Cottage auf Lusty Beg Island.

Während des frühen 20. Jahrhunderts besaß Lady Hunt aus Alberta in Kanada sowohl Lusty Beg Island als auch Lusty More Island.

Ihr Wohnsitz auf Lusty Beg Island brannte kurz nach der Fertigstellung und nachdem sie von Lusty More Island hierher umgezogen war, nieder. Die Überreste ihrer großen Residenz (Glenavar House) auf Lusty More Island sind einen Besuch wert, besonders wegen des fantastischen erhöhten Ausblick, den man von dort über den See und die rund um die Insel liegenden Inseln hat. Sehr viel Geld wurde für die Errichtung dieses Hauses investiert. Das Haus war umgeben von wundervollen Gärten, die mit Statuen übersät waren.

Lady Hunt war eine lebhafte Persönlichkeit und sie schenkte den einheimischen Kindern auf den Weihnachtsfeiern, die sie für sie veranstaltete, Leckerbissen wie Orangen, Süßigkeiten und Bratäpfel. Nachdem die Insel verkauft wurde, wurden das Dach des Hauses und die Befestigungen für das Dach abgetragen, um es beim Bau eines Hauses in der Nähe von Ballinamallard zu verwenden. Lady Hunt zog nach Jersey um, überlebte dort die deutsche Besatzung und starb in einem fortgeschrittenen Alter.

Während der 1950er Jahre las ein britischer Offizier, der in Aden stationiert war, von einer idyllischen Insel, die zu verkaufen wäre. Er bat seine Frau, von London aus zu dieser Insel zu fahren, um sie anzusehen und noch vor seiner Rückkehr war Lusty Beg gekauft. Das Leben hier war allerdings weit von einem idyllischen Leben entfernt. Sie hatten Mühsal damit, ihre Kinder jeden Tag mit dem Ruderboot zur Schule zum Festland herüber zu bringen, egal bei welchem Wetter. Sie waren auch mit dem Problem konfrontiert, die Farm ohne die Leistung von Maschinen zu bewirtschaften, deren Transport über den Streifen Wasser praktisch unmöglich war.

Aufgrund dieser Tatsachen und wegen der verhältnismäßig kleinen Größe des gerodeten Ackerlandes fanden sie es schwer, sich hier das Leben einzurichten. So fingen sie an, die Insel für Besucher zu öffnen. Sie gestalteten den Bereich, der heute die Hauptbar ist, als Esszimmer um, sie bauten den Kamin aus Steinen, die sie auf der Insel gesammelt hatten und sie errichteten das erste Chalet, das man mieten konnte.

Während der 1960er Jahre wurde die Insel von einem Hotelier aus Bangor erworben und ab diesem Zeitpunkt begann tatsächlich die Entwicklung der Insel zu einem Urlaubsort.


Innenansicht der Chalets
Weitere Infos zu den Chalets und zu Lusty Beg Island unter: http://www.lustybegisland.com


Trotz dieser Änderungen hat Lusty Beg Island ihren speziellen Charakter bis heute beibehalten, da die Insel durch einen schmalen Streifen Wasser vom Festland getrennt ist.


Bilder von Lusty Beg Island
Der Anleger von Lusty Beg Island Zwei der Chalets auf der Insel Die Fähre zwischen Lusty Beg Island und Boa Island


Lusty Beg Island
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Zitat aus: http://www.lustybegisland.com; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga