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Inishmacsaint


Inishmacsaint (aus Ballyjamesduff to Ballyshannon)

Inishmacsaint war wohl nie ein sehr bedeutendes oder wohlhabendes Kloster. In den „Annals of Ulster“ (Annalen von Ulster) finden sich nur fünf Einträge über Inishmacsaint.

Die Hauptbesonderheit der Insel ist ihr Schutzpatron. Es ist kein anderer als St. Ninnid, Bischof und Beichtvater und einer der beachtenswertesten Heiligen von Fermanagh.

Die „Martyrology of Donegal“ (ein Kalender der Heiligen von Irland) gibt das Fest von St. Ninnid mit dem 18. Januar an.

König Leogaire, sein Großvater, wurde 463 nach Christus auf der Ebene von Kildare durch einen Blitz getötet. Es scheint, dass sich St. Ninnid um 530 nach Christus auf Inishmacsaint niedergeließ und auch St. Ciaran verbrachte etwas Zeit mit ihm hier.

Nach einiger Zeit wurde er zum Bischof ernannt. Sein Amtgebiet war beträchtlich. Es fing in der Nähe von Devenish an und hörte bei dem heutigen Bundoran auf, wobei es auch die Plain of Moy, die zwischen dem Erne und dem Fluss Drowes liegt, beinhaltete.

Es gibt eine St. Ninnid Quelle in Lergan Lane in der Nähe von Belleek. Man sagt auch, dass der Hügel von Knockninny, der den Upper Lough Erne überblickt, nach ihm benannt wurde. Es gibt auf dem Hügel eine Anzahl von vorchristlichen Überresten.

Es gibt zwei St. Ninnid Glocken. Beide befinden sich in dem Schottischen National Museum von Edinburgh. Von einer von ihnen wird jedoch gesagt, dass sie aus dem 10. Jahrhundert stammen soll und so nicht mit dem Heiligen in Verbindung gebracht werden kann.

Heutzutage gibt es keine Spuren mehr vom Kloster außer einer erheblichen Schutzbefestigung aus Steinen und Erde, die es umgeben hatte.

Auf Inishmacsaint befindet sich eine rechteckige Kirche, die auf das 14. Jahrhundert zurückdatiert werden kann. Die Kirche wurde während der Reformation übernommen, später wurde sie jedoch verlassen, da sie sich auf einer Insel, also auf einem zu weit entfernt gelegenen Ort befand.

Auf der Insel gibt es auch ein interessantes früh-irisches Hochkreuz, das 14 Fuß hoch ist.

Die Insel kann über das Wasser über einen Anleger oder über die Straße von Belleek nach Enniskillenerreicht werden.


Zitat aus: From Ballyjamesduff to Ballyshannon; a Guide to the River Erne; An Erne Heritage Tour Guide by John Cunningham & Vicky Herbert; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga


Die Insel und die Gemeinde Inishmacsaint (von www.rootsweb.com)

Inishmacsaint, Fermanagh, Irland Die Gemeinde von Inishmacsaint Parke, William K, 1973, pp23-8:


Historische Zeiten

Das Missionierungsgebiet von St. Ninnidh (der Heiligen Ninnidh) umfasste einen großen Bereich, südlich des Lower Lough Erne gelegen. Dieser Bereich entwickelte sich über die Jahre hinweg zu einer richtigen Gemeinde, die unter dem Namen „Inishmacsaint“ beziehungsweise „Inis Maighe Samh“ bekannt wurde.

In der vorchristlichen Zeit war diese Region spärlich bevölkert. Heidnische Priester, die als Druiden bekannt waren, beherrschten die Menschen. Die Klasse der Gelehrten umfasste Richter, Propheten, Historiker, Dichter, Doktoren und Lehrer. Ihre Religion bestand aus der Anbetung der alten keltischen Götter.

Tatsächlich glaubten viele Menschen, dass der Name „Derrygonnelly“ aus „The Oak Wood of the Candle“ (der Eichenwald des Lichtes) entstanden ist, da die Druiden oftmals ihren Gott Baal anbeteten, indem sie Binsenlichter auf den Zweigen eines Eichenbaumes setzten.

Über das Druidentum in Irland ist wenig bekannt, aber man glaubt, dass der Hauptsitz der Druiden Tara war.

Es gibt in diesem Teil von Irland viele Beweise, die auf die Anwesenheit einer vorchristlichen Bevölkerung hinweisen. Relikte aus der Steinzeit wurden an den Ufern des Carrick Sees gefunden und ein Dolmen bei Tully offenbarte Töpfereien und Werkzeuge aus Feuerstein.

Ring Forts (ringförmige Befestigungen), Ráths (Rundforts mit Befestigungen aus Holz) und Crannógs (künstliche Inseln in einem See, angelegt als Wohnstätte und Verteidigungsanlage) waren überall in der Gemeinde verbreitet.

Die Ankunft der Kelten bescherte verbesserte Anbaumethoden zusammen mit neuen Gesetzen und Gebräuchen.


Die frühen Christen

St. Patrick (der Heilige Patrick) erreichte 432 nach Christus die Ufer Irlands, um die christliche Religion zu verbreiten, aber es mussten nahezu 100 Jahre vergehen, bis auch das Christentum Fermanagh erreichte.

523 erreichte St. Molaise (der Heilige Molaise) die Insel Devenish, um hier seine Kirche zu gründen und ungefähr zur gleichen Zeit kam St. Ninnidh auf Inishmacsaint an.

Oftmals wird gesagt, dass die Klöster wegen des Schutzes auf den Inseln gegründet wurden, aber das trifft nicht ganz zu.

Der Lough Erne war damals eine ausgedehnte Wasserstraße zwischen dem heutigen Belturbet und Belleek. Das den Lough Erne umgebene Land bestand aus einer Mischung aus Sumpf und Wald und es war nahezu unmöglich, dieses Land zu durchqueren. So war der See zum Reisen der offensichtlichste und einfachste Weg.

Bis zum Bau von Straßen im 17. Jahrhundert, war der Erne der Hauptverkehrsweg von Fermanagh.

St. Ninnidh, der ein Enkel des Hochkönigs Laoire war, wurde in Donegal geboren und schon in jungen Jahren konnte man bei ihm sein Interesse an der religiösen Sache sehen. Er wurde deshalb nach Clonard geschickt, um dort unter St. Finnian (der Heilige Finnian) ausgebildet zu werden.

Es wird gesagt, dass zu seinen Studiengefährten in Clonard St. Ciaran of Clonmacnoise (der Heilige Ciaran von Clonmacnoise), St. Molaise of Devenish (der Heilige Molaise von Devenish) und St. Aidan of Ferns (der Heilige Aidan von Ferns) gehörten.

St. Ninnidh gehörte zu den zwölf Studenten, die von der Milch von St. Ciarans graubrauner Kuh ernährt wurden.

St. Ninnidh, St. Aidan und St. Molaise waren enge Freunde und St. Ciaran, ihr Kamerad, besuchte 524 Inishmacsaint.

St. Ninnidh predigte entlang des südlichen Ufers des Lough Erne. Um 532 nach Christus machte er die Insel von Inishmacsaint (Island of the Plain of Sorrel - Insel der Sauerampferebene) zu seinem Hauptsitz.

Wahrscheinlich fuhr er dann den südlichen Teil des Lower Lough Erne in einem ausgehöhlten Boot hoch und runter, um in Abständen ans Ufer zu kommen, von wo er dann seinen Weg landeinwärts fortsetzte, um die Menschen zu treffen und um das Evangelium zu verbreiten. Zweifellos hatte er dabei gelegentlich heiße Diskussionen mit den einheimischen Druiden.

Vermutlich gründete er eine kleine Kirche beziehungsweise einen kleinen Wohnsitz bei Glenwinney (Ninnidh’s Glen), besuchte Ninnidh’s Hill oberhalb von Roscor, um zu meditieren und zu beten und löschte seinen Durst in der Nähe von Ninnidh’s Well (Quelle von Ninnidh).

Ein Weg führte von Inishmacsaint Island nach Maherahar und Inishway, dann nach Glenwinney, wo sich eine kleine Kirche befand und durch Urros und Beagh. Der Weg führte dann weiter entlang der Strecke, wo sich zu einem späteren Zeitpunkt die alte Küstenstraße von Dublin nach Ballyshannon durch Magho befand. Dann wendete sich der Weg dem Ninnidh Hill zu, der oberhalb von Rosscor liegt, wo eine kleine Kirche gegründet wurde und dann führte er weiter durch Killybig zu einer anderen Kirche bei Kilcoo. Diese Route wurde vermutlich von St. Ninnidh und den frühen Christen benutzt, wenn das Wetter zu rau war und es dadurch zu gefährlich war, den Weg über den Lough Erne zu nehmen.

Es wird von St. Ninnidh gesagt, dass er während der Fastenzeit bei Knockninny, der Ort trägt immer noch seinen Namen, fastete, zweifellos kam er mit dem Boot von Inishmacsaint aus hierhin.

Der Heilige war der Bischof von einem Bereich, der sich von den Außenbezirken von Derrygonnelly bis nach Bundoran erstreckte.

Der Namenstag des Heiligen wird am 18. Januar gefeiert, das ist der Tag, an dem er starb, das genaue Jahr ist allerdings unbekannt.

Die „St. Ninnidh’s Bell“ (die Glocke von dem Heiligen Ninnidh), die für ihn gegossen wurde und ihm von St. Senach of Derrybrusk (der Heilige Senach von Derrybrusk) übergeben wurde, befand sich bis zur Mitte des 17. Jahrhunderts auf der Insel, vermutlich bis zur Klosterauflösung im Jahre 1630. Später befand sich die Glocke in dem Castle Archdall Museum und heute ist sie im „National Museum of Scotland“ (Nationalmuseum von Schottland) in Edinburgh zu finden.

Ein Schreiben von Archdall aus dem frühen 19. Jahrhundert erklärt:

„Die Glocke des Heiligen wird nun hier wie eine kostbare Reliquie konserviert und sie wird in dem Maße verehrt, dass es sich schon oftmals bei Gericht anbot, auf sie zu schwören“.

Zu dieser Zeit hatten die meisten Abteien Studenten, die hier in Griechisch, Latein und anderen Lehrfächern unterrichtet wurden. Einige Studenten wurden für ein klösterliches Leben ausersehen, die anderen jedoch schlossen sich nach dem Ende der Ausbildung wieder ihren Familien an.

Laut P. W. Joyce hatte St. Molaise 1.500 Studenten fest in Devenish. Anhand dieser Zahl kann man nur die Anzahl an Studenten vermuten, die Inishmacsaint besuchten.

Einige dieser Studenten lebten innerhalb der Klosteranlage. Die Ärmeren von ihnen wurden außerhalb bei den einheimischen Leuten verpflegt.

Es ist nicht bekannt, wer der Nachfolger von St. Ninnidh nach seinem Tod wurde.

Der nächste erwähnte Pfarrer war Fiannamail, ein Nachfahre von Boghaine, der 718 getötet wurde. Es ist auch nicht bekannt, wie Fiannamail seinen Tod fand, vermutlich durch die Hand eines Druiden, der von der Verbreitung des Christentums beunruhigt war.

Die Religion der Druiden behielt ihre Macht nach wie vor in den abgelegenen Gebieten und auf dem Land, das von Wäldern und Sümpfen bedeckt und das spärlich bevölkert war.

Wilde Tiere, einschließlich der Wölfe, durchstreiften den Bereich, ganz zu Schweigen von den misstrauischen Eingeborenen.

All diese Hindernisse waren für die langsame Verbreitung des Christentums verantwortlich.

Der Einfall der Oriel in Fermanagh, der im späten 8. Jahrhundert geschah, war ein weiterer Umbruch. In den nächsten hundert Jahren wurde Inishmacsaint nur noch wenig erwähnt.


Die Wikinger kommen

Die Wikinger, jene robusten wilden Männer von Skandinavien, die die Ufer von England und Europa schändeten, kamen 837 am Lough Erne an. Laut den „Annals of Ulster“ (Annalen von Ulster) wurden

„… alle Kirchen vom Lough Erne zusammen mit denen von Cluain Inis (Cleenish) und Daimhins (Devenish) durch die Gentiles (Wikinger) zerstört“.

Die Wikinger eroberten Donegal Bay, gründeten eine Basis in Belleek und brandschatzten alle Kirchen auf den Inseln und entlang der Ufer des Lough Erne.

Einige Historiker behaupten, dass die Wikinger nicht besonders gegen das Christentum waren. Sie überfielen die Abteien und Kirchen, weil es Orte waren, die Wertgegenstände beherbergten, nichtsdestoweniger zerstörten sie kostbare Bücher und ermordeten viele Menschen. Die religiösen Zentren, die auf dem Lough Erne lagen, konnten einfach von den Langbooten den Wikinger erreicht werden.

In der Nähe von Tully gab es möglicherweise eine Abtei beziehungsweise Kirche. Diese befand sich wohl an der Stelle des Ufers des Lough Erne, der heute als Abbey Point bekannt ist und das Umfeld wird bis heute noch Abbey Field gekannt. Was aber bekannt ist, ist, dass der Lough Erne Schrein vor weniger als einem Jahrhundert in der Nähe dieses Punktes gefunden wurde und dass dieser Schrein auf das 10. Jahrhundert zurückdatiert werden kann.

Dieses Reliquiar könnte möglicherweise aus Versehen über Bord gefallen sein, als ein übereifriger Wikinger in sein Langboot kletterte.

Und fast tausend Jahre später wurde der Schrein durch einen einheimischen Fischer mittels eines Hakens wiedergefunden, nachdem der Wasserpegel des Loughs während eines der Entwässerungsprojekte gesenkt wurde.

Im Jahr 923, also im gleichen Jahrhundert, wurde schriftlich belegt, dass

„… die dänische Kriegsflotte nahezu ein Jahr am Lough Erne verbracht hat“.

Man kann schwerlich erwarten, dass die Männer von Fermanagh bewährte Krieger zurückschlagen konnten, wenn mehr kriegerisch veranlagte Menschen in Europa dieses nicht schafften.

Nach der Niederlage der Wikinger im Jahre 1014, befand sich das Christentum um den Lough Erne herum und in Fermanagh im Allgemeinen auf einem Tiefpunkt.

Devenish regte sich 1130 wieder und es ist vermutlich richtig, dass es Inishmacsaint ähnlich erging.


Die O’Flanagans

Im Jahre 1306 wird Inishmacsaint in der päpstlichen Besteuerung erwähnt und es ist wahrscheinlich, dass nach dieser Periode die Kirche von Inishmacsaint von Devenish aus verwaltet wurde. Beide Kirchen wurden von den O’Flanagans und den Maguires beherrscht.

1426 war Nicholas O’Flanagan der Pfarrer beider Kirchen und 1452 war es dann Redmond O’Flanagan. Aus verschiedenen Jahren gibt es Hinweise auf die O’Flanagan, die schriftlich belegt sind.

„1505 starb Lawrence O’Flanagan, der der Pfarrer von Inishmacsaint war“ „1521 starb Redmond O’Flanagan, der der Prior von Devenish und der Sohn von dem Pfarrer von Inishmacsaint war“ „1530 starb Aodh O’Flanagan, der der Sohn von dem Pfarrer von Inis war“ „1531 starb James O’Flanagan, der der Sohn von dem Pfarrer von Inis war“ „1549 starb der finstere Gillie O’Flanagan, der der Prior von Devenish und der Sohn von dem Pfarrer von Inis war“ „1551 starb der Pfarrer von Inis, nämlich Edmond O’Flanagan, ein Mann der voller Intelligenz und des Wissens und außerdem von guter Tugend war“

Nach diesem Zeitpunkt gab es keine Aufzeichnungen mehr über Pfarrer von Inishmacsaint, bis zu den Zeiten der Plantation (die staatlich geförderte Ansiedlung protestantischer Migranten im Irland des 17. Jahrhunderts), obzwar es 1603 auf Devenish einen Prior der St. Mary Abbey mit Namen O’Flanagan gab.

Vom ursprünglichen Gebäude blieb auf der Insel bis auf die Fundamente nichts bestehen. In der Kirchenruine, die 60 Fuß (1 Fuß = 30,48 cm) mal 23 Fuß misst, findet man auch ein kleines Fenster, dass auf ungefähr das frühe 14. Jahrhundert zurückdatiert werden kann.


Die Ruine der Kirche mit dem bestehen gebliebenen Fenster.

In der Nähe der Ruine steht ein schlichtes Kreuz, das vierzehn Fuß hoch ist. Laut den Überlieferungen dreht sich das Kreuz bei jedem Sonnenaufgang eines Ostermorgens dreimal um seine eigene Achse.


Das Kreuz bei der Kirchenruine.

Eine Kirche, die sich auf einer Insel befindet, scheint heutzutage für die einheimischen Menschen nicht gerade zweckmäßig zu sein, man muss sich aber in die Zeiten zurückversetzen, als es kaum Straßen gab und der Weg über den See der Hauptverkehrsweg war.

Die O’Flanagans, die viele der Geistlichen sowohl von Devenish als auch von Inishmacsaint stellten, waren Chiefs von Tuatha Ratha.

Das Gebiet von Tuatha Ratha deckte annähernd den Bereich ab, der heutzutage unter der Baronie von Magheraboy bekannt ist. Ihre Festung lag in Baile ui Fhlanagain im Bezirk von Aghamore an den Ufern des Carrick Lake.

Die Kirche von Aghamore wurde 1483 vom damaligen Chief Gilbert O’Flanagan II. und seiner Frau Margaret „zu Ehren von Gott und Maria“ errichtet. Unter den Nachkommen von Gilbert gab es in der Familie viel Unfrieden, aus dem etlichen Todesfällen hervorgingen. In den „Annals of Ulster“ (Annalen von Ulster) findet man folgenden Eintrag dazu:

„1528 wurden sowohl der Häuptling Gilleece O’Flanagan als auch sein Sohn Turlough am gleichen Tag in der Kapelle von Carrick von Patrick O’Flanagan getötet“.

Warum baute Gilbert II. eine Kirche bei Aghamore (dem großen Feld)? Die allgemeine Meinung dazu ist, dass dieses eine private Kapelle war. Hatte er eine Unstimmigkeit mit seinem Verwandten, der der Prior von Inishmacsaint war oder baute er sie für das Prestige? Gilbert II. starb 1496 und als seine Frau Margaret, die die Tochter vom herrschenden Haus der Maguires von Fermanagh war, starb, wurde sie in der Abbey (Abtei) von Donegal begraben.

Während der Plantation (die staatlich geförderte Ansiedlung protestantischer Migranten im Irland des 17. Jahrhunderts) erhielt der Chief der O’Flanagans, Hugh III., Land bei Glack in Boho und seine Nachfolger blieben hier bis in das frühe 17. Jahrhundert hinein.

Dieser herrschende Zweig der O’Flanagans scheint nach Österreich ausgewandert zu sein, wo einige von ihnen selbst in der österreichischen Armee, in der Kriegsmarine und in dem diplomatischen Korps hervorragend waren. Heutzutage findet man ihre Nachfahren immer noch dort.

Die Kirche von Carrick war vermutlich für die einheimischen Menschen ein Platz des Gottesdienstes während der Zeiten der Strafverfolgung. Es gibt aber keine Aufzeichnungen über römisch-katholische Plätze für den Gottesdienst in diesem Bereich.

Die Kirche von Inishmacsaint wurde durch Siedler wie Hume, übernommen. Der lokale Landlord baute bis 1688 keine Kirche. 1688 entstand dann eine Kirche in Drumenag.

Der Friedhof, der die alten Ruinen umgibt, befindet sich in einem gefährlichen Zustand. Er wurde von den Einheimischen bis in die frühen 1930er Jahre benutzt.


Wohl der letzte Grabstein auf dem Friedhof von Inishmacsaint.

Die Gemeindegrenzen und Townlands

Im ganz frühen 17. Jahrhundert fanden gerichtliche Untersuchungen (Inquisitionen) in verschiedenen Zentren statt, auch um Grenzen der Grafschaften, der Gemeinden und der Diözesen festzulegen. Bei einer Inquisition in Enniskillen im Jahre 1609 wurde festgelegt, dass die Grenzen von Inishmacsaint

„… von den Hügel bei Drumreask bis nach Rawtomagho im Süden, bis nach Abberneleigh und dem Fluss Droysee zum Atlantik im Westen und Lough Erne im Norden“

verlaufen soll. Der Hügel von Drumreask befindet sich neben Church Hill, Rawtomagho befand sich vermutlich im Gebiet um den Aussichtspunkt von Magho herum. Abberneleigh ist ein Gebiet beim Owynefaerand, welcher in den Lough Melvin in der Nähe von Roskit Island an der Grenze der Grafschaften Fermanagh und Leitrim fließt. Mit Droysee ist der Fluss Drowse gemeint, der von Lough Melvin aus in den Atlantik fließt. Die Grenze von Abberneleigh entlang des Flusses Drowse bis zum Atlantik war sowohl die Grenze der Grafschaft als auch der Diözese. Die östliche Grenze wurde nicht erwähnt, sie verlief jedoch vom Bezirk Derrygonnelly am Fluss Sillies zu der Insel Inishmacsaint. Eine Untersuchung der Karte mit diesen Grenzen zeigt einem, dass die ausgedehnten Gebiete der Berge wie Blacklee und Luoghnavar nicht eingeschlossen sind. Dieses Land wurde als unbrauchbar angesehen und somit vernachlässigt. Dieses ist dann die alte Gemeinde von Inishmacsaint, das Gebiet, das von St. Ninnidh für seine christliche Mission abgedeckt wurde.

Bei der gleichen Inquisition, die am 18. September 1609 in Enniskillen stattfand (in der Baronie von Magheraboy, in der Gemeinde von Inishmacsaint), gab es sowohl eine Kollekte für den Pfarrer als auch eine für den Vikar.

Die Pfarrer zahlten 8/= pro Jahr an den Bischof von Clogher und der Vikar 4/=.

Ein Zehntel von der Gemeinde wird folgendermaßen gezahlt:

  • ein Viertel bekommt der Bischof
  • ein Viertel bekommt der besagte Vikar und
  • zwei Viertel bekommt der Pfarrer.

Ferner mussten der besagte Pfarrer und der Vikar gleichermaßen ein Drittel der Kosten für die Reparaturen und für die Erhaltung der Gemeindekirche tragen und der Herenagh (Laie) musste die anderen Zweidrittel der besagten Kosten tragen.

In der Gemeinde von Inishmacsaint gab es eine Kirche der Freundlichkeit, die Fenneare (jetzt Bundoran) genannt wurde. Zu dieser Kapelle sendete der Vikar der Gemeinde einen Hilfspfarrer um den göttlichen Dienst (Gottesdienst) auszuführen.

Eine Untersuchung, die von Fermanagh 1608 während der Regierungszeit von James I. gemacht wurde, fand folgendes vor:

„… die kirchlichen Flächen der Gemeinde von Inishmoysoan, mit zwei Vierteln Land und eine Hälfte, welche ebenfalls zur Gemeindekirche gehörte, befanden sich alle im Besitz von Patrick O’Flanagan, als Corbe.“ (Anmerkung von Inga: der Begriff Corbe wird im nächsten Absatz erläutert.)

Das Land, das der Kirche gehörte, wurde „Termon Land“ genannt, später „Glebe Land“ (Pfarracker). Der Betreuer von einem Termon war ein Herenagh (Laie), der vom Büro des Diakons zugelassen wurde. Ein Corbe war immer der Abt eines Klosters.

Ballyhosey war das zeitgemäße Ballyhose, das Zuhause der O’Hoseys, die keltischen Sänger der Maguires.

Die Grenzen der Gemeinde schienen zu diesen Tagen ziemlich zufällig zu sein, während ihre Dörfer als Gemeinde von Devenish betrachtet wurden.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts wurde die alte Gemeinde aufgeteilt. Ein Teil formte die Gemeinde von Finner und ein Teil formten die Gemeinden von Slavin und Garrison. Die alte Gemeinde bestand aus nachfolgenden Townlands, es wird mit denen begonnen, die nicht länger ein Teil von ihr waren:

Ardfarn, Ardloughill, Ballyhanna, Ballymunterhiggin, Carrickboy, The East Port, West Port, East Rock and West Rock, der Ort von Ballyshannon, Drumacrin, der Ort von Bundoran, Drummuckram, Finner, Black Islands, Inish Samer, Magheracar, Portnason, Rathglass und Rathmore (die oben erwähnten Townlands befinden sich nun in der Grafschaft Donegal).

Ardees Upper, Bar of Slawin, Callagheen, Ardgart, Carrigolagh, Slawin, Bar of Bolustymore, Bolusty Beg, Bolustymore, Drumbadmeen, Roscor Island, Cornahaltie und Legg, Corry, Corrakeel, Drumbadreevagh, Drumataffan, Gortnalee, Lergan, Roscor, Carranbeg, Carranmore, Drumlesaleen, Farran, Cassidy, Moneendogue, Loughill, Manger, Derrynacross, Fassagh, Muckenagh, Drumnasreane, Brolagh, Corgary, Derrynameeo, Killybeg, Tullymore, Menacloyabane, Tullyloughdaugh, Corramore, Cornadarum, Garrros, Glen East, Glen West, Killymore, Knockaravan, Leglehid, Muggainagrow, Rosskit Island, Ardees Lower, Gorminish Island.

Die folgenden Townlands gehören nun zur momentanen Gemeinde:

Blackslee, Boheavny, Dromcrow West, Drumreask, Lenaghan, Loughachork, Magho, Portnacloyduff, Shean, Letter, Whiterocks, Carrck, Derryyahon, Drumary North, Aghamellan, Braade, Cornirk, Minrin, Tonnagh, Bunnanone, Aghamore, Callow, Correl, Dresternan, Largalinny, Monawilkin, Drummenaghbeg, Village of Church Hill, Drummenaghmore, Tully, Benmore Glebe, White Island, Slisgarrow, Conagher, Glenasheever, Beagh Big, Beagh Little, Blaney East, Blaney West, Caldrum Glebe, Cashel, Clarah, Cooracloon, Cosbystown West, Derrygonnelly, Village of Derrygonnelly, Dromore, Sandhill, Drumbockney, Dromcrow East, Drumskimbly, Glenleven, Inishway, Magherahar, Glenwinney, Inishmacsaint, Milltown Blaney, Owl Island, Pushen Island, Rabbit Island, Rahalton, Rossdagamph or St. Catherines, Rosspoint or Cosbystown East, Rooskey, Tabagh, Tullynadall East, Tullynadall West, Tullynagowan, Urros, Wheathill Glebe, einzelne kleine Inseln.

1873 wurden folgende Townlands von der Gemeinde Devenish nach Inishmacsaint überführt:

Doagh, Drumary (South), Drumanane, Keadue, Kilgarrow, Mullykevit, Straniff, Stratonagher und folgende Dörfer wurden nach Devenish überführt: Inishway und Magherahar.

Die Townlands Minrin und Droagh wurden 1631 durch die Satzung von Charles I. an den Rev. (Hochwürden) Archibald Erskine gegeben.

Während des 18. und 19. Jahrhunderts bestand der Pfarracker aus Wheathill, Caldrum und Doagh. Die Einnahmen des Pfarrackers wurden von der Gemeindekirche beansprucht. Die Aufteilung und die Änderung in den Gemeindegrenzen fanden im Jahre 1873 statt, mit dem Ergebnis, dass die Bereiche ungefähr halbiert wurden.


Die Plantation (die staatlich geförderte Ansiedlung protestantischer Migranten im Irland des 17. Jahrhunderts)

Die Reformation und der Aufstieg des Protestantismus in Europa einschließlich England während des 16. Jahrhunderts hatte nur eine geringe Auswirkung auf Irland und gar keinen Einfluss auf Fermanagh.

Das änderte sich jedoch im frühen 17. Jahrhundert mit dem „Flight of the Earls“ (Flucht der Grafen) und der darauf folgenden „Plantation of Ulster“ (Plantation von Ulster = die staatlich geförderte Ansiedlung protestantischer Migranten im Irland des 17. Jahrhunderts)

König James VI. von Schottland wurde 1603 James I. von England und so wurden beide Länder vereinigt.

Als James I. in England ankam, wurde er von einer Anzahl seiner Freunde aus Schottland begleitet, die, zweifellos, Vergünstigungen und gut bezahlte Positionen erwarteten. Unter seinem Gefolge bei der Ankunft in London waren John, George und Alexander Hume, die Söhne von Alexander Hume of Manderiston in Berwickshire.

George Hume wurde 1608 der Earl of Dunbar. Er wurde als Person mit einem scharfsinnigen Verstand und wenigen Worten beschrieben und im Dienst für Seine Majestät war er ebenso treu wie zuversichtlich. Die schwierigsten Angelegenheiten vollendete er ohne Lärm, wenn er beschäftig war, kehrte er niemals um, ohne die Arbeit verrichtet zu haben, zu der er entsendet worden war.

John Hume, der Bruder von George, erging es in London auch gut, denn er erhielt die Lizenz 1.000 dickers (1 dicker = 10 Stück, es sind also 10.000) roter Tierhäute zu exportieren, die innerhalb von zwei Jahren gegerbt wurden. Gleich danach bezog er eine Pension von 200 Pfund pro Jahr.

Sir George Hume war scheinbar das Mitglied der Familie mit Charme und er hatte offensichtlich Einfluss darauf, dass seine beiden Brüder, sowohl John als auch Alexander, eine Plantation in der Baronie von Magheraboy bekamen.

John Hume gab seine Konzessionen und seine Pension auf, als er die Bewilligung für 2.000 Acres (1 Acre = 4048 qm), die Ardgort genannt wurden, erhielt.

Das Anwesen wurde nach einem Dorf in der Nähe von Slavin Ardgort genannt und es umfasste folgende Dörfer: Defassagh, Ardgort, Rosswyre, Gartnarough, Drummaghmore, Tullagh, Menrin, Cragimore, Muckinish Island, Cooney Island und andere Insel im Lough Erne.

Die Pacht betrug 10 englische Pfund 13 Schillinge und 4 Pence. Das Anwesen wurde ihm am 24. Juli 1610 bewilligt. Nicht alle Dörfer seines Anwesens sind hier erwähnt, aber das Anwesen erstreckte sich ungefähr von jenseits von Roscor bis nach Rahalton, wobei die Bergregion von Blacklee, Loughnavar und Bar of Whealt mit eingeschlossen waren. Diese ausgedehnten Bereiche umfassten mehr als 2.000 Acres (1 Acre = 4048 qm), aber sowohl Berge als auch Sümpfe zählten nicht, wenn die Bewilligungen ausgestellt wurden.

1611 berichtete Carew, dass

„… Sir Hume 2.000 Acres in seinen Besitz genommen hatte und er dann nach Schottland zurück kehrte, er tat aber nichts noch war ein Bevollmächtigter vorhanden“.

Pynnar verwies in seiner Studie von 1618 darauf, dass das Anwesen von Hume nicht in Ardgort sondern in Carrynroe lag, er stellte dar, dass

„… hier ein befestigter Schlosshof ist, der mit Steinen, die 100 Fuß mal 100 Fuß groß und 14 Fuß hoch waren, umschlossen ist. Der Schlosshof hat vier Stütztürme zur Verteidigung. Hier gibt es auch ein ausreichend starkes Schloss, das 50 Fuß lang und 21 Fuß breit ist. Er hat einen Ort nahe unterhalb des befestigten Schlosshofes errichtet, welcher der Wohnort für 24 Familien ist“.

Diese Familien ließen sich auf Flächen von 240 Acres bis zwei Acres nieder. Jene, die die größeren Flächen erhielten, verpachteten diese unter.

Laut Pynnar, lebten alle 24 Familien im Ort, der unter dem Namen Drumenagh bekannt war und später Church Hill genannt wurde. Sie wohnten wahrscheinlich wegen des Schutzes zusammen im Ort und fuhren dann täglich zu ihren Farmen.

Das Castle nannte sich Tully und ein anderer Schreiber beschrieb es als

„… abgelegen vom Hauptort“.

Der Eingang von Tully Castle befand sich innerhalb des befestigten Schlosshofes. Eine spiralförmige Treppe führte zu der Wohneinheit im ersten Stock. Das Erdgeschoss hatte einen gewölbeartigen niedrigen Raum, der recht groß war, 45 Fuß mal 15 Fuß. Auch hatte er einen offenen Kamin. Der erste Stock hatte zwei Räume, beide besaßen einen offenen Kamin. Eine spiralförmige Treppe führte zum oberen Stock.

Alle Plantation Castles in Fermanagh wurden wie schottische Herrenhäuser gebaut, mit Ausnahme von Tully, das in der irischen Art und Weise gebaut wurde.

Alexander Hume, der Bruder von Sir John, bekam einen kleinen Anteil von 1.000 Acres von Drumcoose am 9. April 1611 bewilligt.

Die 1.000 Acres umfassen die Flächen von: Drumcoose, Coagh, Raltonagh, Lenaghan, die Insel Inishgollowe, die Insel Inishloughe, die Insel Inishcomeade, die Inseln Carr und Trasna.

Alexander verkaufte sein Anwesen nahezu schnell an seinen Bruder George und kehrte dann in seine Heimat nach Schottland zurück.

Als Pynnar Drumcoose im Jahre 1619 besuchte, stellte er fest, dass

„… George Hume 1.000 Acres, die Drumcose genannt werden, besitzt. Darauf ist ein befestigter Schlosshof, der 80 Fuß mal 80 Fuß groß und 12 Fuß hoch ist und aus Kalk und Steinen besteht. Hier gibt es kein Haus.

Ich fand allerdings nur wenige, die vor mir erschienen, da der Landlord nicht im Lande war.

Das Land wurde aber mit britischen Familien gut besiedelt und es war ein gutes Lager für die Bodenbestellung und es gab nicht eine irische Familie, wie ich erfahren habe“.

Zweifellos genoss George Hume den Komfort von London, aber er besaß auch die Vorliebe für das raue Leben in Drumcoose.

Scheinbar gab es hier im Jahre 1623 für Malcom Hamilton of Castletown, der Erzbischof von Cashel, einigen Zweifel bezüglich George Hume’s Handlungsweise bei der Abwicklung der Bedingungen der Plantation gab, die von Sir George Dunbar gestützt wurden. Dieser erstellte eine Bescheinigung, die zur Folge hatte, dass

„… George Hume of Drumkose seine Pflichten erfüllte, in Hinblick auf die Besiedelung seines Landes in Irland“.

1626 verkaufte er dieses Anwesen an seinen Bruder Sir John of Tully Castle.

1615, also einige Jahre vorher, erwarb Sir John das Anwesen, das Moyglass genannt wurde, von William Fuller of Fowler und das 1.500 Acres umfasste.

Pynnar stellte fest, dass

„… auf diesem Anteil wurde nichts gebaut, Ich fand eine gute Anzahl von Männern vor, die Land der britischen Familien bestellten“.

Dieses Anwesen erstreckte sich von Springfield bis zum Lough Erne.

1626 verkaufte er dieses Anwesen an seinen Bruder Sir John of Tully Castle.

1615, also einige Jahre vorher, erwarb Sir John das Anwesen, das Moyglass genannt wurde, von William Fuller of Fowler und das 1.500 Acres umfasste.

Pynnar stellte fest, dass

„… auf diesem Anteil wurde nichts gebaut, Ich fand eine gute Anzahl von Männern vor, die Land der britischen Familien bestellten“.

Dieses Anwesen erstreckte sich von Springfield bis zum Lough Erne.

So war also im Jahre 1626 Sir John Hume der einzige der drei Brüder, der noch in Irland war und der drei Anwesen besaß. Seine Anwesen hatten zusammen die Größe von 4.500 Acres und dazu gehörten noch ausgedehnte Berg und Sumpfflächen.

Seine Anwesen erstreckten sich von den Randgebieten von Enniskillen bis nahezu nach Belleek und in die beiden Gemeinden Devenish und Inishmacsaint. Er war folglich der größte Landbesitzer in Fermanagh.

Die Pächter von Sir John kamen von der schottischen Grenze um Berwickshire herum und das Blut in ihren Venen bestand aus einer Mischung aus Schotten, Sachsen und Wikingern.

Dieser Bereich war als Grenzgebiet bekannt und für Jahrzehnte beachteten die Menschen dieses Landes kaum Recht und Ordnung und ein wenig die Religion. Ab den römischen Zeiten war diese Grenzregion ein andauerndes Schlachtfeld mit dem Ergebnis, dass den Einwohnern ein normales Leben zu führen versagt wurde und sie verlegten sich darauf, sowohl den Norden als auch den Süden zu überfallen und zu plündern.

Als die Plantation in Aussicht gestellt wurde, ergriffen viele von diesen Menschen die Gelegenheit oder sie wurden gewaltsam überzeugt, nach Ulster zu gehen und zweifellos wurden sie so weit westlich wie möglich gebracht, für den Fall, dass sie zurückkehren wollten.

Diese Gegend wurde in einer Untersuchung folgendermaßen beschrieben

„… sie ist von Wald und Sumpf bedeckt“

und zweifellos war sie dünn besiedelt, denn die Bevölkerung von Irland betrug zu dieser Zeit weniger als eine Million. Straßen, Orte und Städte existierten nicht. Diese Menschen damals, die Vorfahren von den heutigen Gemeindemitgliedern, waren nicht nur die Pächter von Hume, sondern auch jene von der Baronie von Magheraboy. Sie verließen ihr Land, das über hundert Jahre lang beschwerlich bewirtschaftet worden war und sie kamen dann in Ulster an, wo es ebenfalls Probleme gab. Sie gestalteten ihre kleinen Farmen, in dem sie die Wälder rodeten und die Sümpfe trockenlegten, sie überlebten und machten Fortschritte und zweifellos machten sie immer weiter.

Sir John Hume war 1634 M.P. (Member of Parliament = Mitglied des Parlamentes) für Fermanagh und er starb 1639, also fünf Jahre später. Sein Nachfolger wurde sein Sohn Sir George, der Erste Baron von Tully Castle.


Die Dunbars of Derrygonnelly

Der andere Landlord in der Gemeinde von Inishmacsaint war Sir John Dunbar, der aus Mochrum in Wigtonshire stammte, das sich ebenfalls in der Nähe der schottischen Grenze befand.

Die Familie der Dunbars waren Nachkommen, von der Linie der Frauen des Königs von Schottland, nämlich von der Frau von „William the Lion“ (Wilhelm I. beziehungsweise Wilhelm der Löwe) und der Frau von Robert the Bruce.

Dunbar kam nicht 1610 mit den anderen Landlords an, da er in Schottland aufgehalten wurde, weil er alle seine immer schlechter werdenden Anwesen veräußern musste.

Er kam vermutlich 1615 in Irland an.

1611 berichtete Gatisfeth in seiner Untersuchen dass

„… der Bruder von Mr. Dunbar kommt hier seine Pflichten nach und pachtet, allerdings sehe ich, dass er nichts anderes macht“.

Carew, der Hauptbeauftragter der Plantation, berichtet 1611, dass

„… John Downebarr den Besitz von 1.000 Acres erhielt und dann nach Schottland zurückgekehrte. Er schickte sechs Personen herüber, zwei ungebundene Besitzer und einen Pachtinhaber, einen Pächter für Jahre und zwei Pächter nach Belieben, einige verfügbare Gebäude, acht Pferde für die Arbeit, die er für Geld herübergeholt hat, um Materialien zur Verfügung zu stellen“.

John Dunbar’s Bewilligung wird wie folgt beschrieben

„Ein kleiner Anteil der Drumcrow genannt wird und der folgende Dörfer umfasst:

Drumcrow, Drumbocking, Correclooney, Tounegowan, Dromore, Drumdowns, Ganwen, Urbill, Dromarrowe, Driesternan, Rahaltan, Clonlawan, Rostagawhe, Tullenadall, Doagh, Ratonogho, Dromnemine, Rossnurbegg, Dirgonilly, Mullaghelanagie, Behagh, Letragan, Lecessioghowe, Gortagarne, Killwhum, Revagh, Shrebagh, Aglthovas, Closrogy, Tullaghstranaferne, Tullaghnasragh, Turgan, Monniscribagh, Dromnagawna und Kiltagart.„ Dublin Castle 13. Januar 1615.

Noch einmal, nicht alle Dörfer von dem Anwesen Dunbar sind hier erwähnt. Das Anwesen erstreckte sich vom Lough Erne zwischen Drumcrow und Blaney aus bis zum Ort Garrisson. Dieser Bereich schloss ausgedehnte Bergflächen ein und es umfasste mehr als 1.000 Acres.


Zitat aus: http://www.rootsweb.com/~nirfer/inish_extracts_parke1973.html; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga


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