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Zebramuschel

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Die Dreikantmuschel, Dreiecksmuschel oder Wandermuschel (Dreissena polymorpha), umgangssprachlich Zebramuschel genannt, gehört zu den Vertretern der Autolamellibranchiata, einer Teilklasse der Klasse der Muscheln (Bivalvia).


Die Zebramuschel (Dreissena polymorpha).


Aussehen

Die Zebramuschel zeichnet sich durch die charakteristische dreikantige, kahnartige Form aus. Sie erreicht eine Länge von 26 - 40 mm bei einer Breite von 17 - 20 mm. Die Schalen sind dunkelbraun bis schwarz gefärbt, durchbrochen von hellbraunen Streifen.

Die Zebramuschel gehört zu den wenigen Süßwassermuscheln, welche ein freischwimmendes Larvenstadium durchlaufen.


Das verschiedene Aussehen der Zebramuscheln (Dreissena polymorpha).


Herkunft

Früheste belegte Nachweise der Zebramuschel in Europa stammen aus dem Miozän (vor 2 - 11 Mio. Jahren). Bis zum 18. Jahrhundert nahm die Population in Europa stetig ab. Danach setzte durch den Schiffsverkehr eine Wiedereinwanderung, vom Schwarzen Meer kommend, donauaufwärts ein. Die Muscheln heften sich an Schiffsrümpfe oder gelangen als Larven über das Ballastwasser der Schiffe in den neuen Lebensraum. Seither traten mehrere Besiedlungswellen mit Individuenzahlen von bis zu 100.000 Tieren pro Quadratmeter auf. Aufgrund des weltweiten Schiffsverkehrs breitet sich seit den achtziger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts die Zebramuschel zunehmend in den großen Seen Nordamerikas aus. Durch ihre starke Filterwirkung hat sich die Sichttiefe im Erie-See verdoppelt.


Problematik

Zebramuscheln mit verschiedener FärbungDie Zebramuschel ist eine sehr konkurrenzstarke Art, die sich an Wasserpflanzen und Großmuscheln heftet. Dies führt zu einer starken Verbreitung und Störung der natürlichen Artenvielfalt der Ökosysteme. Enten und Wasservögel und vor allem Karpfen profitieren dagegen von dieser neuen Nahrungsquelle.

Daneben nehmen Schäden in Kühlwassersystemen durch Fouling in Rohrleitungen und Wärmeübertragern stark zu. Derartige Verschmutzungen lassen sich jedoch durch leistungsfähige Filter zuverlässig verhindern. Zudem ist bekannt, dass Kaliumchlorid giftig auf die Muschel wirkt, ohne dass ähnlich negative Auswirkungen auf andere Wasserlebewesen bisher bekannt sind.


Literatur

Ian J. Killeen, David Aldridge und Graham Oliver: Freshwater bivalves of Britain and Ireland. (Occasional publication Field Studies Council, 82). 114 S., Field Studies Council, Shrewsbury 2004 ISBN 1-85153-892-5


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Zebramuschel