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Rath (Erdwerk)

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In der Archäologie bezeichnet Rath ein eisenzeitliches irisches Erdwerk. Raths sind oft kreisrund und von unterschiedlicher Größe. Durchmesser von 20 m sind sehr häufig, sie können aber auch mehr als 100 m weit sein und von der Kreisform abweichen. Einige tragen die anglisierte Bezeichnung Fort. So ist Tullaghoge Fort in Co. Tyrone ein Rath, der im des 11. Jahrhundert Inaugurationsplatz der Cenél nEógain (der späteren O'Neills) war. Hier residierten auch die O'Hagans, die mit den O'Cahans die Inaugurationen durchführten. M. Stout veröffentlichte die dendrochronologischen Daten von 114 Ringforts und einiger mit ihnen in Verbindung stehender Crannógs und Souterrains. Erste Ringforts entstehen vor 300 n. Chr. und ihr Bau endet um 1300 n. Chr. mit einem deutlichen Schwerpunkt zwischen 600 und 1000 n. Chr. Die Daten für Crannógs liegen zwischen 550 und 750 n. Chr.

Der Rath Laoghaire, der Rath of the Synods und der Rath Meave sind die Raths of Tara.

Ähnlich wie beim Dun (z.B. in Dunguaire Castle), der steinernen Version des Rath, haben irische Orte auch den Begriff Rath als Präfix.


Orte mit Rath als Präfix

Nordirland

  • Rathkeltair Co. Down
  • Rathlin Island Co. Antrim
  • Rathmore (Clogher) Co. Tyrone
  • Rathmore Co. Antrim
  • Rathmullan Rath und Motte Co. Down
  • Rathtrillick Co. Armagh
  • Rathturret Co. Down


Republik Irland

  • Rathangan Co. Kildare
  • Rathcoffey Castle Co. Kildare
  • Rathcrogan (der Rath der Medb) Co. Roscommon
  • Rathfran Kloster Co. Mayo
  • Rathgall Co. Wicklow
  • Rathhealy Co. Kilkenny
  • Rathmacknee Castle Co. Wexford
  • Rathmichael Kirche und Rundturm (Irland) Co. Dublin
  • Rathmore Kirche und Hochkreuz Co. Meath
  • Rathmullan Kloster Co. Donegal
  • Rathsonny Co. Galway
  • Rathumney Castle Co. Wexford
  • Rathurles Kirche und Rath Co. Tipperary


Zitat aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Ringfort