Shannon - Erne - Info

Loggia

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Die Loggia von dem Ostbahnhof von Athlone.

Eine Loggia (aus dem Italienischen) ist im deutschen Sprachgebrauch ein Bauelement der Architektur. Man versteht darunter einen zu mindestens einer Seite offenen, überdachten Bereich von Gebäuden. Zumeist ist eine Loggia an drei Seiten von den Außenwänden des Gebäudes umschlossen. Eine Loggia kann sowohl im Erdgeschoss liegen als auch höher als Rücksprung in der Fassade. Eine Loggia tritt in der Regel nicht über die Bauflucht hervor, im Gegensatz zu einem Portikus (Vorhalle) oder einem Balkon. Liegt die Loggia im Erdgeschoss hinter einer Säulenreihe und hat eine gewisse Tiefe spricht man auch von einer Säulenhalle.

Vor allem seit der italienischen Renaissance kamen Loggien bei repräsentativen Gebäuden zum Einsatz. Loggien bilden einen Übergangsbereich zwischen öffentlichem Außenraum (Straße oder Platz) und dem Innenraum des Gebäudes. Sie haben daher eine wichtige Funktion als Schnittstelle. Im 19. und 20. Jahrhundert finden sich Loggien daher auch vor Krankenhäusern und Hotels.

Dann fand der Begriff auch im Wohnungsbau immer mehr Verwendung. Früher wurden diese Außenbereiche oft Lauben genannt. Heute dagegen bezeichnet man auch kleinere Freisitze, die nicht über die Bauflucht hervortreten, als Loggia. Loggien dieser Art finden sich häufig im Geschosswohnungsbau.

An italienischen Plätzen findet man auch selbstständige Gebäude, die ausschließlich aus einer Säulenhalle bestehen und als Loggia bezeichnet werden. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist die Loggia dei Lanzi in Florenz und eine Nachahmung in Deutschland, die Feldherrnhalle in München. Eine berühmte Loggia ist die in den Petersdom hineingebaute Plattform, wo z. B. der Segen „Urbi et Orbi“ und Papstaudienzen durchgeführt werden.



Zitat aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Loggia