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„Fiants“ (Berechtigungsscheine)

Eine der wichtigsten administrativen Quellen für das Wissen über die gälischen und englischen Gemeinschaften in Irland während des 16. und des frühen 17. Jahrhundert sind die „Irish Fiants“ (irische Fiants) aus der Tudor Periode (1521-1603). „Fiants“ waren Berechtigungsscheine, die an „the Irish Chancery“ (das irische Kanzleigericht) adressiert waren und die die Ausstellung von „letters patent und the great seal“ (Ermächtigungsscheinen unter dem großen Siegel) anwiesen. Sie umfassten auch eine breite Auswahl an Angelegenheiten, einschließlich Verpachtungen und Gewährungen von Ländereien, Ausstattungen von Ämtern, Kirchenpfründe, irischen „chieftaincies“ und so weiter, Ausschüsse von Gerichts- und Verwaltungsbehörden und Bewilligungen von Begnadigungen.

Obwohl die ursprünglichen „Fiants“ in dem „Four Courts Fire“ (dem Feuer im Hauptgericht von Dublin) im Jahre 1922 verloren gingen, waren sie in dem „Report of the Deputy Keepers of Public Records in Ireland 1875-1890“ (Bericht der Abgeordnetenhüter von den öffentlichen Aufzeichnungen von Irland 1875-1890) registriert, verzeichnet und veröffentlicht (zurück bis ins Jahr 1603). Sie wurden nun erneut unter dem Titel „The Irish fiants of the Tudor Sovereigns during the reigns of Henry VIII, Edward VI, Philip & Mary and Elizabeth I. Dublin, Burke, 1994. 4 vols“ gedruckt und einzeln mit einer Einleitung von Kenneth Nicholls vom „Department of History“ (Geschichtsdezernat) der Universität von Cork versehen.


Zitat aus: http://booleweb.ucc.ie/search/subject/speccol/sc-source.htm; frei aus dem Englischen übersetzt von Inga