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Balor

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Balor ist eine Figur der frühmittelalterlichen Mythologie und der irischen Sage, die auch den Beinamen „vom bösen Auge“ führt.

Balor ist eines der Kinder Domnus und ein König des dämonischen Volkes der Formori. Er hat, seit er als Jugendlicher heimlich die Druiden seines Vaters Buareinech beim Brauen eines giftigen Trankes beobachtete, nur noch ein Auge, welches aber, geöffnet, einen so schrecklichen und zerstörerischen Anblick bietet, dass jeder, der es anblickt, keinen Widerstand mehr leistet.

Balor war jedoch so riesig, dass er sich kaum bewegen konnte und vier Formoren sein Augenlid mit Hilfe eines Hakens anheben mussten.

Da er laut einer Prophezeiung einstmals durch den Sohn seiner Tochter Ethniu fallen sollte, sperrte er diese in seinem Turm Dun Bhaloir auf Tory Island ein. Doch nachdem Balor in veränderter Gestalt die magische Kuh des jungen Tuatha de Danaan-Zaubersängers und Druiden Cian stahl, drang dieser in Verkleidung in Ethnius Gefängnis ein und zeugte mit ihr einen Sohn: den späteren Sonnengott Lugh.

In der zweiten Schlacht von Magh Tuireadh wurde Balor schließlich getreu der Prophezeiung von seinem Enkel Lugh besiegt, welcher Balor mit einer Steinschleuder beziehungsweise einem Speer das Auge aus dem Kopf schoss, so dass sein böser Blick die eigenen Reihen vernichtete.

Balor wird oftmals als Totengott oder auch als Verkörperung einer zerstörerischen sengenden Sonne gedeutet, andere jedoch bringen ihn auch mit dem nordbritannischen Kriegsgott Belatucadrus in Verbindung, dessen Name auch als „Balatocadros“ oder „Balatocairos“ auftaucht.

Balor gilt als analog mit der kymrischen Sagengestalt Yspadadden Pencawr.


Quelle: http://de.wikipedia.org/wiki/Balor